Integration kommt vor der Religion

Bundesgericht bestätigt Grundsatzurteil

Die Integration kommt vor der Religion. Das Bundesgericht hat diesen Grundsatz in einem Urteil bekräftigt. Ein 14-jähriges Mädchen aus einer strenggläubigen muslimischen Familie im Kanton Aargau muss deshalb den Schwimmunterricht besuchen. Es erhält keine Dispensation vom geschlechtergetrennten Unterricht.

Nicht mit Religion vereinbar
Die Eltern wollten das Kind dispensieren, weil es im Schwimmbad den Blicken von Männern, insbesondere des Schwimmlehrers, ausgesetzt ist. Das sei trotz des Ganzkörperbadeanzuges, der sogenannten Burkini, nicht mit ihrem Glauben vereinbar. Ausserdem könne das Mädchen bereits schwimmen und es besuche einen privaten muslimischen Schwimmunterricht.

Grundsatzurteil von 2008
Das Bundesgericht berief sich jedoch auf ein Grundsatzurteil aus dem Jahr 2008. Gemäss diesem Entscheid geht der obligatorische Schulunterricht der Einhaltung religiöser Pflichten grundsätzlich vor.

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