Ausländer sitzen Haftstrafe meistens in der Schweiz ab

Saaten wollen ihre Staatsbürger nicht gegen deren Willen aufnehmen

Kriminelle Ausländer sitzen ihre Haftstrafe meistens in der Schweiz ab. Rund 74 Prozent der Häftlinge sind Ausländer. Doch nur die wenigsten verbüssen ihre Strafe im Heimatland, obwohl dies gemäss einem Übereinkommen mit dem Europarat möglich wäre, schreibt die „Schweiz am Sonntag“. Dafür gebe es mehrere Gründe. Unter anderem gebe es Staaten, die dem Protokoll zwar zugestimmt haben, die aber in der Praxis keine eigenen Staatsbürger gegen deren Willen aufnehmen wollen.

Strafrechtsprofessor Andrae Baechtold schlägt vor, dass die Schweiz mit Staaten, aus welchen viele Straftäter stammen, bilaterale Verträge aushandelt. U.a. soll die Schweiz sich bereit erklären die Vollzugskosten im Ausland zu übernehmen. Das koste meist wesentlich weniger als in der Schweiz und für die ausländischen Staaten wäre es auch von Vorteil.

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