VBL-Chauffeur erneut vor Gericht

Tödlicher Unfall in Kriens vor drei Jahren

<p>Das Luzerner Kantonsgericht.</p> <p>Das Luzerner Kantonsgericht.</p>

Das Bezirksgericht Kriens hat im vergangenen Dezember einen Chauffeur der VBL wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Der heute 59-jährige Mann soll vor bald drei Jahren in Kriens einen betrunkenen Velofahrer mit zu geringem Abstand überholt haben. Der Velofahrer stürzte in der Folge und zog sich tödliche Verletzungen zu. Weil der Chauffeur das Urteil nicht akzeptierte, wurde der Fall gestern vor dem Luzerner Kantonsgericht neu aufgerollt.Der Staatsanwalt sagte dabei, der Chauffeur habe Fehler gemacht, das Urteil des Bezirksgerichts Kriens müsse deshalb bestätigt werden. Konkret habe der Chauffeur zu wenig Abstand eingehalten beim Überholen und sei auch zu früh wieder nach rechts eingebogen, deshalb sei der Velofahrer gestürzt. Der Verteidiger argumentierte, es gebe keine Beweise für Fehler des Chauffeurs, er müsse deshalb freigesprochen werden. Der Velofahrer sei stark betrunken gewesen, es sei deshalb genauso gut möglich, dass dieser selber gestürzt und gegen den Bus geprallt sei. Wann das Urteil veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

Kommentieren

comments powered by Disqus