Demonstration auf Gelände der Kronospan

Demonstranten unzufrieden mit CEO Capozzo

<p>Die Demonstrierenden in Menznau. Hier im Gespräch mit dem kaufmännischen Direktor Jürg Meier. </p>

Nur ein Tag nach dem Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Menznau vom 27. Februar 2013, hat es auf dem Gelände der Holzverarbeitungsfirma Kronospan eine Demonstration gegeben. Rund 60 Personen einer französischen Tochterfirma der Kronoswiss wollten mit dem CEO der Kronospan, Mauro Capozzo, sprechen. Als Verantwortlicher für das Tochterwerk Depalor in Phalsbourg (F), zeige er sich nie und spreche auch nicht mit den Betroffenen.

Das Tochterwerk ist vergangenen Sommer niedergebrannt und wird nicht mehr aufgebaut. Rund 140 Personen sind laut den Demonstrierenden ohne Job. Sie verlangen eine bessere Entschädigung. Angeboten worden sei ihnen nur das Minimum. Mauro Capozzo war heute aber geschäftlich unterwegs und auch telefonisch nicht erreichbar.

Später sind die Demonstrierenden an den Hauptsitz der Krono Holding AG in der Stadt Luzern gegangen, wie Direktor Urs Fluder auf Anfrage von Radio Pilatus sagte. Er bedauere die ganze Situation. Man habe für die Betroffenen einen grosszügigen Sozialplan aufgestellt. Der Gewerkschaftsvertreter weigere sich aber diesen zu akzeptieren. Er vermute auch weshalb: Solange man keine Lösung finde, müsse man für die Betroffenen den vollen Lohn weiterbezahlen.

Audiofiles

  1. Franzosen demonstrierten bei der Kronospan. Audio: Urs Niedermann

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