Kaisern

Fabienne Doggwiler spielt das traditionelle Kartenspiel

Das Kaiserspiel ist ein Kartenspiel, das vom «Karnöffel», einem der ältesten überlieferten Kartenspiele, abgeleitet wurde. Das in der Innerschweiz «Cheisärä» genannte Spiel ist vermutlich auch das älteste Schweizer Spiel mit Trümpfen.

Die zentrale Rolle beim Spiel gehört den Bannern. Diese werden als Kaiser bezeichnet und verleihen dem Spiel seinen Namen. Die Spielregeln weichen von Kanton zu Kanton leicht voneinander ab. Während des Spiels erlauben verbindliche Gesten wie Achselheben und -senken, Zwinkern oder das kurze Herausstrecken der Zunge strategische Spielzüge zwischen zwei Spielpartnern.

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Hintergrund
Besonders im Mittelalter wurden Kartenspiele mit grosser Leidenschaft und sogar unter Einsatz des letzten Hemdes gespielt. Das führte vielerorts zu Erlassungen von Spielverboten, welche die Bürger vor zu viel Spieleifer schützen sollten. Das Kaiserspiel wurde im Kanton Nidwalden jedoch von dem Verbot ausgenommen und konnte als Gesellschaftsspiel bewahrt werden.

Durch einen sensationellen Zufallsfund kam 2011 in Nidwalden ein fast vollständiges historisches Kaiserkartenset zum Vorschein. 500 Jahre hatte es im Buchdeckel eines Gerichtsprotokolls des Kantons geruht. Das wertvolle Set wurde in aufwendiger Bearbeitung rekonstruiert, sodass die mittelalterlichen Darstellungen von Rosen, Schellen, Schilten und Eicheln wieder in neuen Spielkartensets nachgedruckt werden konnten.

«Gecheiserät» wird in einer Gruppe von vier oder sechs Spielern, die sich jeweils in Zweier- oder Dreierteams zusammenschliessen.

Audiofiles

  1. Traditionen aus dem Pilatusland: Fabienne Doggwiler kaisert. Audio: Selina Linder
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Fabienne Doggwiler
Die gemütlichsten Abende mit Familie und Freunden verbringt Fabienne Doggwiler beim Kaisern. Wenn die gesellige Runde das Spiel beginnt, fliegen Under, Ober oder Ass lässig aus dem Handgelenk geworfen in die Tischmitte. Dazu wird viel erzählt und gelacht. Nur dem ganz besonders aufmerksamen Beobachter fällt dann auf, wie die Kaiserspielerin zwischen den Spässen verstohlen etwas Luft in die eine Backe bläst oder fast unmerklich mit dem Auge zwinkert. Das verschworene Bündnis zwischen den Spielern gefällt Fabienne Doggwiler am Brauchtum Kaisern besonders gut. Wer die Regeln nicht kennt, kann dem Spielverlauf unmöglich folgen. Ihr Vater lehrte sie einst das komplexe Spiel. Heute kaisert sie mit ihm im Zweierteam. Manchmal sitzt sie jedoch auch als seine Gegnerin am Tisch. Dann zeigt sich ihr wahres Spielerinnengeschick – wenn es ihr gelingt, selbst ihren Vater mit schelmischem Bluff in die Irre zu führen.

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