Falschparkieren: Kündigung für Polizist

Das Bundesgericht stützte ein Urteil - die Polizei müsse sich vorbildlich verhalten

Schwyz

In Lausanne hat ein Polizist eine fristlose Kündigung erhalten, weil er vor dem Polizeigebäude häufig und über längere Zeit falsch parkiert hatte. Das Bundesgericht stützte den Entscheid, weil Uniformierte gegenüber der Öffentlichkeit eine Vorbildfunktion hätten. Der fehlbare Polizist hatte seinen Privatwagen regelmässig vor dem Polizeigebäude parkiert.Er stellte die Parkscheibe vor oder fütterte die Parkuhr nicht. Der externe Parkplatzwächter stellte dem Polizisten keine Busse aus - er war der Meinung, dass man die eigenen Leute in Ruhe lassen sollte.

Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil fest, selbst wenn der Polizist dem Parkplatzwächter nicht ausdrücklich gesagt habe, er solle ihn nicht büssen, habe er sich nicht korrekt verhalten.  Ihm habe auffallen müssen, dass er im Gegensatz zu andern Falschparkern nie gebüsst worden sei. Der Polizist ist darum nach 25-jähriger Tätigkeit und kurz vor dem 60.Geburtstag fristlos entlassen worden.

Kommentieren

comments powered by Disqus