In der Zentralschweiz bleibt die Lage angespannt

In Luzern rechnet man nach dem Unwetter mit Millionen-Schäden

Die Regenmenge war am Montagnachmittag in Menznau sehr gross. So präsentierte sich die Lage am Montagabend im Gebiet Neuenkirch/ Nottwil. Mario aus Gettnau schickte uns dieses Bild aus Gettnau. Radio Pilatus-Hörerin Sabrina schickte uns dieses Bild aus Wolhusen. Bilder von den Unwettern am 28. Juli 2014 im Kanton Luzern. In Luthern musste die Strasse gesperrt werden. So sah die Lage in Menznau aus. Bilder von den Unwettern am 28. Juli 2014 im Kanton Luzern. Bilder von den Unwettern am 28. Juli 2014 im Kanton Luzern. Bilder von den Unwettern am 28. Juli 2014 im Kanton Luzern. Bilder von den Unwettern am 28. Juli 2014 im Kanton Luzern.

Audiofiles

  1. Das Unwetter verwüstete die Luzerner Gemeinde Schüpfheim. Audio: Sämi Deubelbeiss
  2. Unwetter richtet auch im Kanton Obwalden Schäden an. Audio: Sämi Deubelbeiss
  3. Die Situation nach dem Unwetter im Kanton Luzern hat sich beruhigt. Audio: Matthias Oetterli
  4. Unwetter im Kanton Luzern - Überblick 0620 Uhr. Audio: Matthias Oetterli
  5. Unwetter in der Zentralschweiz: Überblick von 20.00 Uhr. Audio: Carmen Zettel
  6. Unwetter im Kanton Luzern: Interview zur aktuellen Lage um 18.45 Uhr. Audio: Carmen Zettel

In der Zentralschweiz hat es gestern Abend und in der Nacht vielerorts massiv geregnet. Vor allem im Kanton Luzern kam es dabei zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Gemäss Angaben der Luzerner Polizei gingen über 150 Schadensmeldungen ein. Es wurden aber keine verletze Personen der Polizei gemeldet. Die Gebäudeversicherung rechnet mit Schäden in Millionenhöhe.

Betroffen waren vor allem das Entlebuch und die Gebiete im Luzerner Hinterland. Die Schäden seien gross, aber noch nicht abschätzbar, hiess es auf Anfrage bei der Luzerner Polizei. In einer ersten Schätzung rechnet die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern mit Gebäudeschäden von über einer Million Franken. 22 Feuerwehren mit insgesamt 700 Leuten seien am Abend und in der Nacht im Einsatz gewesen. Bäche waren über die Ufer getreten, Keller und Gebäude füllten sich mit Wasser. Verschiedene Strassen und Bahnlinien waren wegen Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt. In Nottwil sind laut der Luzerner Polizei rund 30 Ferkel ertrunken, Meldungen von verletzten Personen hat die Polizei keine erhalten. Die Situation habe sich in der Nacht aber entspannt, sagt Kurt Graf, Medienchef der Luzerner Polizei. Es seien keine Feuerwehren mehr im Einsatz. Alle Strassen seien wieder offen. Einzig die Strasse zwischen Kriens und dem Eigenthal sei noch gesperrt. Das habe aber nichts mit dem Unwetter von gestern zu tun. Auch noch betroffen sei die Bahnlinie zwischen Sempach Station und Nottwil. Dort würden Ersatzbusse fahren.

Im Kanton Obwalden bleibt die Lage angespannt

Die Hauptstrasse zwischen Melchtal und St. Niklausen war wegen einem Erdrutsch die ganze Nacht gesperrt. Die Strasse wurde mittlerweile geräumt und ist wieder befahrbar, nachdem Geologen grünes Licht gaben. Die Lage bleibe aber angespannt. Feuerwehrleute kontrollieren die Durchfahrten. Falls sich die Lage wieder verschlechtert, werde die Strasse wieder gesperrt. Am Abend zwischen 21.30 Uhr und 06.30 Uhr bleibt die Strasse aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt. Auch die Lage beim Sarnersee bleibt angespannt. Laut Peter Gautschi, Leiter Bevölkerungsschutz vom Kanton Obwalden, muss damit gerechnet werden, dass der See an verschiedenen Stellen über die Ufer tritt. Die Feuerwehren seien jedoch bereit und Sandsäcke vorbereitet, so Gautschi weiter.

Weniger Probleme in der restlichen Zentralschweiz

Deutlich weniger Probleme gab es im Rest der Zentralschweiz. Im Kanton Nidwalden gingen bei der Polizei rund 20 Schadensmeldungen ein. In den anderen Kantonen seien es nur vereinzelte Meldungen gewesen. Trotz des Dauerregens seien auch die Pegelstände der meisten Seen nicht sehr kritisch. Der Vierwaldstättersee ist beispielsweise noch rund 30 Zentimeter unter der kritischen Grenze.

Weitere Niederschläge für Mittwochmittag angesagt

Die Situation hat sich im Kanton Luzern momentan etwas beruhigt. Für Mittwochmittag erwartet Daniel Arnold, Gefahrenexperte der Dienstelle Verkehr und Infrastruktur weitere heftige Niederschläge - jedoch nicht in der Intensität vom Montag. Die Luzerner Polizei sowie die örtlichen Feuerwehren sind informiert und gerüstet.

Informationen über die aktuelle Verkehrslage gibt es hier.

Meldungen über Störungen auf dem Bahnnetz gibt es hier.

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