Seit 30 Jahren regieren die Frauen mit

Elisabeth Kopp wurde 1984 als erste Frau in Bundesrat gewählt

Die Schweizer Frauen mussten lange warten auf ihren ersten Bundesratssitz. Während 134 Jahren bestand der Schweizer Bundesrat nur aus Männern.

Hauptsache eine Frau

Dies änderte sich am 2. Oktober 1984 – also genau vor 30 Jahren. Damals wurde die Zürcher FDP-Nationalrätin Elisabeth Kopp in den Bundesrat gewählt. Sie habe nicht unbedingt in den Bundesrat gewollt, sagte Kopp vor kurzen in einem Interview mit Newsnet: „Ich war einfach froh, dass eine Frau gewählt wurde. Ich hätte auch Freude gehabt, wenn es eine andere gewesen wäre“.

Elisabeth Kopp führte als Bundesrätin das Justiz- und Polizeidepartement EJPD. Schlagzeilen machte sie unter anderem mit Verschärfungen im Asylrecht.

Das fatale Telefongespräch

Das Karrierenende als Bundesrätin kam für Elisabeth Kopp abrupt. 1988 erfuhr Kopp, dass es gegen eine Firma, in welcher ihr Mann Hans W. Kopp als Verwaltungsrat amtete, Geldwäschereivorwürfe gäbe. Sie rief ihn daraufhin an und riet ihm, bei dieser Firma als Verwaltungsrat zurückzutreten.

Das Telefongespräch verschwieg Kopp zuerst, gab es aber später dann doch zu. Dies wurde ihr zum Verhängnis. Nach grossem medialem Druck entschied sich Kopp, im Dezember 1988 zurückzutreten. Das Bundesgericht sprach Kopp später vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung jedoch frei. 

Audiofiles

  1. Vor 30 Jahren wurde die erste Bundesrätin gewählt. Audio: Raphael Reichen

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