Menschen in Heimen brauchen immer intensivere Pflege

Luzerner Heime haben deshalb seit 2006 rund 17 Prozent mehr Personal

Menschen in Pflegeheimen werden immer pflege-intensiver. (Symboldbild)

In den Luzerner Alters- und Pflegeheimen ist die Zahl der Stellen seit 2006 um rund 17 Prozent gestiegen. Wie die aktuellen Zahlen des Luzerner Statistikamts Lustat weiter zeigen, stieg gleichzeitig die Zahl der verrechneten Tage in den Heimen um knapp drei Prozent. Dieses Ungleichgewicht habe unter anderem damit zu tun, dass die betagten Menschen immer später in ein Pflegeheim wechseln, so Roger Wicki, Präsident der Luzerner Heimleiter LAK CURAVIVA gegenüber Radio Pilatus."Diese Menschen brauchen dann auch automatisch mehr Pflege." Zudem sei der Qualitätsanspruch an die Pflege in den vergangenen Jahren gewachsen. 

Heime nehmen Bildungsauftrag ernst

Ein weiterer Punkt, dass der Personalbestand in den Luzerner Alters- und Pflegeheimen seit 2006 markant zunahm, sei der Faktor Bildung. Die Luzerner Heime nehmen den Bildungsauftrag ernst, so Wicki weiter: "Wenn man junge Berufsleute ausbilden will, braucht es auch Pflegerinnen und Pfleger, die sich um diese Auszubildenden kümmern."

Zusätzliches Personal  braucht es auch in Zukunft

Auch für die kommenden Jahre sei davon auszugehen, dass in den Alters- und Pflegeheimen mehr Personal benötigt wird. Dies habe vor allem damit zu tun, dass die Bevölkerung immer älter wird. Lebten gemäss dem Luzerner Statistikamt Lustat 2010 in Schenkon noch neun Menschen über 85, dürften es 2030 schon über 90 sein.

Audiofiles

  1. Luzerner Senioren brauchen mehr Pflege. Audio: Tommy Durrer

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