Jeder Vierte in der Schweiz ist fremdenfeindlich

Fremdenfeindlichkeit zeigt sich etwa am Arbeitsplatz

Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat eine systematisch fremdenfeindliche Einstellung. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den der Bund in Auftrag gegeben hatte. Besonders offen zeigt sich die zunehmende Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz. 27 Prozent der Befragten gaben an, es spiele eine Rolle, welcher Nationalität die Arbeitskollegen angehörten.

Islamfeindlichkeit geht zurück

Der Anteil der Personen mit muslimfeindlichen Einstellungen nahm in den vergangenen Jahren jedoch markant ab. Studienleiter Claude Longchamp sagt, Islamfeindlichkeit sei in der Schweiz keine feste Einstellung: „Im Zusammenhang mit der Minarettabstimmung vor 5 Jahren hatten wir stark verbreitete negative Meinungen über Muslime. Anschliessend bauten sie sich ab.“

Bundesrat will Situation im Auge behalten

Der Bundesrat hat die Resultate der Studie zur Kenntnis genommen. Er hat beschlossen, dass die rassistischen und diskriminierenden Tendenzen in der Schweiz in Zukunft systematisch erfasst werden sollen.

Audiofiles

  1. Studie zur Fremdenfeindlichkeit.. Audio: Franziska Boser

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