Baldeggersee kann kaum atmen

275 Tonnen Sauerstoff reichten letztes Jahr nicht

Der Baldeggersee mit Blick auf Gelfingen

Im Baldeggersee im Kanton Luzern hat es wegen der Landwirtschaft zu viel Phospor. Deshalb wird seit Jahren Sauerstoff ins Wasser gepumpt. Im vergangenen Jahr reichten allerdings die geplanten 275 Tonnen Sauerstoff bei weitem nicht aus. Nun will der Kanton die Massnahmen für eine bessere Wasserqualität im Baldeggersee noch gezielter anwenden.

Bereits bisher wurden die Bauern finanziell entschädigt, wenn sie Massnahmen trafen, damit weniger Phosphor in den See abfliesst, erklärte Thomas Joller von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald auf Anfrage.

Bäuerinnen- und Bauernverband verlangt neues Projekt

Der Bäuerinnen- und Bauernverband Luzern bemängelt, dass Gelder für entsprechende Massnahmen im laufenden Jahr gestrichen werden, obwohl die Landwirte die Richtlinien einhalten müssen. Geschäftsführer Stefan Heller verlangt bei den Massnahmen für den Baldeggersee gar einen Marschhalt und Neuverhandlungen für ein zukunftfähiges Projekt, wie er gegenüber Radio Pilatus erklärte. Durch einen solchen Marschhalt würde sich die Qualität des Baldeggersees nicht verschlechtern, so Heller.

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