"Für 1,7 Millionen Franken müssten wir Jantscher abgeben"

FCL-Präsident Ruedi Stäger spricht über aktuellen Höhenflug und die Folgen davon

FCL-Präsident Ruedi Stäger gibt an einer Medienkonferenz den Abgang von Alex Frei bekannt. Der neue FCL-Präsident Ruedi Stäger

4 Spiele, 4 Siege. Mit dem zweiten 6:2 Erfolg innert vier Tagen hat sich der FC Luzern definitiv aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Vielmehr ist nun noch Platz 5, ein möglicher Europa League Platz (wenn Basel Cupsieger wird), in Reichweite. Fünf Runden vor Schluss haben die Luzerner nämlich nur noch vier Punkte Rückstand auf St. Gallen.

Dank den aktuellen Erfolgen passen nun auch gewisse FCL-Spieler plötzlich ins Beuteschema anderer Clubs. An Jantscher soll YB Interesse bekunden. Karlsruhe aus der zweiten Deutschen Bundesliga will FCL-Topscorer Marco Schneuwly, wie der Blick berichtete. Die Ausgangslage bei diesen Spielern ist jedoch komplett verschieden, wie FCL-Präsident Ruedi Stäger im Interview mit Radio Pilatus sagt. "Jantschter müssten wir für 1,7 Millionen Franken abgeben", sagt Stäger. Dies steht so in Jantschers Vertrag, welcher bis 2017 läuft in Luzern. Schneuwly hat keine solche Ausstiegsklausel im Vertrag, welcher ebenfalls noch zwei Jahre läuft in Luzern. Beim 30-jährigen Topscorer kann der FCL also frei entscheiden, ob und für wie viel Geld er seine Lebensversicherung dieser Saison verkaufen will. Für Ruedi Stäger ist jedoch klar: "Wir wollen Marco Schneuwly und auch Jakob Jantscher überzeugen, in Luzern zu bleiben."

Jantscher kostet 1,7 Millionen Franken, Schneuwly hat keine fixe Ablösesumme im Vertrag.

Auch mit Trainer Markus Babbel will der FC Luzern unbedingt weiterarbeiten. Die Gespräche werden bald geführt, so Stäger weiter. Aktuell wolle man den Höhenflug einfach noch etwas geniessen und​ die restlichen fünf Spiele gut über die Bühne bringen. Dass der FCL nun sogar noch die Europa League Quali schaffen kann, will Stäger nicht gross kommentieren. Auf die Frage, was er denn am 2. Juli (Hinspiel Europa League 1. Qualirunde) mache, sagte Ruedi Stäger mit einem Lächeln: "Diese Frage ist ein bisschen unverschämt. Vor 14 Tagen waren wir noch im Abstiegskampf, jetzt wollen wir die Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen. Es ist super toll wie es gerade ist. Wenn es am Schluss dann für Europa reicht, umso schöner."

Weiter geht es für den FC Luzern am kommenden Sonntag (13.45 Uhr) in der 32. Super League Runde mit dem Heimspiel gegen den FC Thun.

   

Audiofiles

  1. FCL-Präsident Ruedi Stäger zum Luzerner Höhenflug und den Folgen davon. Audio: Sämi Deubelbeiss

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