Fifa-Funktionäre in Zürich verhaftet

Verdacht auf Korruption

In Zürich sind zwei Tage vor der FIFA-Präsidentschaftswahl sieben Funktionäre wegen Korruptionsverdacht festgenommen worden. Zudem wurden beim FIFA-Sitz Computerdaten und Dokumente beschlagnahmt. Gegen FIFA Präsident Sepp Blatter wird jedoch nicht ermittelt.

Früh am Morgen klickten im Luxushotel die Handschellen

Der turbulente Tag begann gegen 6 Uhr mit einem Polizeieinsatz in einem Zürcher Luxushotel. Die Verhaftungen wurden von den USA ersucht. Die Verdächtigen werden womöglich an die USA ausgeliefert, da dort gegen sie wegen Korruption ermittelt wird. Die Funktionäre sollen seit Beginn der 1990er-Jahre Geld in der Höhe von über 100 Millionen Dollar angenommen haben. Im Gegenzug sollen bei der Austragung von Fussballturnieren in den USA und Lateinamerika Vermarktungs- und Sponsoringrechte vergeben worden sein.

Hausdurchsuchung bei der FIFA als zweiter Akt

Ebenfalls am Vormittag kreuzte die Bundesstaatsanwaltschaft am FIFA Hauptsitz auf und stellte Computerdaten und Dokumente sicher. Dies im Zusammenhang mit möglichen Unregelmässigkeiten bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar. Die Bundesstaatsanwaltschaft erstattete zudem Anzeige gegen unbekannt.

Präsidentenwahl wie geplant am Freitag

Trotz diesen beiden Negativschlagzeilen soll die Präsidentenwahl am Freitag wie geplant in Zürich stattfinden, so die FIFA.

Audiofiles

  1. Korruptionsskandal Fifa - ein erster Überblick. Audio: Tommy Durrer
  2. FIFA Funktionäre in Zürich verhaftet. Audio: Radio Pilatus

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