Juniorenfussball: Zentralschweizer Eltern müssen auf Distanz gehen

Der Innerschweizer Fussballverband IFV reagiert auf das Verhalten von Zuschauern

Nachwuchs Fussballer

Der Innerschweizer Fussballverband IFV zeigt den Eltern von Fussballjunioren die rote Karte. Weil diese mit ihrem Verhalten oftmals das Spiel beeinflussen hat der IFV eine Kampagne gestartet. Unter dem Slogan "Eltern Weg vom Spielfeldrand" soll eine "emotionale Distanz zwischen Zuschauern und Trainer, Schiedsrichter und Spieler" geschaffen werden.

Aggressives Verhalten am Spielfeldrand

Eltern die während eines Fussballspiels die Junioren der gegnerischen Mannschaft beleidigen und beschimpfen - dies ist heute keine Seltenheit mehr auf Zentralschweizer Fussballplätzen. Auch dass übermotivierte Eltern den eigenen Kindern Ratschläge zurufen und damit den Trainer in Frage stellen kommt immer wieder vor. Ab und zu wird aus der Leidenschaft für den Sport der Kinder auch blanke Gewalt: Weil sein Sohn auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, schlug ein aufgebrachter Vater dem Trainer die Faust ins Gesicht.

Drei Meter Abstand zum Spielfeldrand

Unter dem Slogan "Eltern weg vom Spielfeldrand" hat der Innerschweizer Fussballverband IFV nun eine Kampagne lanciert. Konkret bedeutet dies, dass sich Zuschauer von Spielen der E-G Junioren nur noch bis auf 3 Meter an den Spielfeldrand nähren sollen. Dadurch soll laut Urs Dickerhof, Präsident des IFV eine "emotionale Distanz zwischen Zuschauern und Trainer, Schiedsrichter und Spieler" geschaffen werden. Die Markierung könne beispielsweise mittels eines Markierungsbands oder Seil erfolgen, so Dickerhof weiter.

Schweizerischer Fussballverband unterstützt Kampagne

Die Problematik mit den pöbelnden Eltern ist auch beim Schweizerischen Fussballverband SFV auf dem Radar. Daher wird die Kampagne der Zentralschweizer auch unterstützt. Gemäss Marco von Ah, Mediensprecher des SFV, werden weitere Regionalverbänd de, Beispiel des IFV folgen. Welche dies sein werden sei aber noch nicht bekannt.

Audiofiles

  1. Beitrag zur Kampagne "Eltern weg vom Spielfeldrand". Audio: Caspar van de Ven

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