VW im Strudel des Abgastest-Skandals

Europas grösster Autobauer hat bei 11 Millionen seiner Autos manipuliert

Der Schaden für den VW-Konzern ist finanziell und imagemässig enorm

Die Affäre um Manipulationen bei Abgasmessungen in den USA hat Europas grössten Autobauer, Volkswagen, zum Handeln gezwungen. VW hat schon mal 6,5 Milliarden Euro Strafgeld auf die Seite gelegt.  Der Konzern hatte zugegeben, bei 11 Millionen Autos mit Dieselmotoren die Abgasmessung manipuliert zu haben indem die Elektronik so eingestellt wurde, dass diese bei einem Stand-Test automatisch Werte lieferte, die viel besser waren als bei Fahrten unterwegs. Als Folge des Skandals waren die VW-Aktien am Dienstag, wie schon Tags zuvor, an der Börse um 20 Prozent eingebrochen.

VW-Chef Martin Winterkorn, der in den USA unter starken Druck geraten ist, will seinen Posten nicht räumen. Er hat in einer Videobotschaft Kundinnen und Kunden aber um Entschuldigung und neues Vertrauen gebeten.

Weltweit oder nur USA?

Ob beim Abgas-Skandal auch die in der Schweiz verkauften VW-Autos betroffen sind ist weiterhin unklar. Während der VW-Konzern in Deutschland darüber keine klare Auskunft zu geben vermochte, teilt Volkswagen Schweiz mit, die in der Schweiz verkauften Diesel-Autos von VW seien mit korrekter Abgas-Software ausgerüstet.

Audiofiles

  1. Die Auswirkungen des Skandals um VW . Audio: Tise Oetterli, Radio Pilatus AG

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