FIFA-Präsident Sepp Blatter vorläufig suspendiert!

Auch UEFA-Chef Michel Platini gesperrt

Die FIFA-Ethikkommission hat Präsident Sepp Blatter für vorläufig 90 Tage gesperrt. Ebenfalls wird UEFA-Chef Michel Platini vorläufig für diesselbe Zeit gesperrt.

Bereits gestern kündigte die Ethikkommission eine mögliche Suspendierung Blatters an. Nun wurde der Entscheid kommuniziert. Damit muss FIFA-Präsident Sepp Blatter, der gemäss seinem Berater heute Morgen wie üblich zur Arbeit in seinem Büro erschienen war, seinen Tisch räumen. FIFA-Präsident Sepp Blatter soll aufgrund der Strafuntersuchung gegen ihn für vorerst 90 Tage von seinem Amt suspendiert werden.

Suspendierung machte bereits gestern Abend die Runde

Der persönliche Berater des 79-jährigen Blatters sagte gestern Abend auf Anfrage der Schweizerischen Depeschenagentur sda, ihm fehle eine schriftliche Bestätigung eines entsprechenden Antrags der Ethikkommission. "Momentan sind alles Gerüchte." Auch der Anwalt von Blatter äusserte sich. Blatter sei nicht offiziell von dem Antrag in Kenntnis gesetzt worden. "Wir würden von der Ethikkommission erwarten, dass sie vom Präsidenten und seinen Anwälten hören wollen und die Beweise sorgfältig untersuchen, bevor sie irgendeine Empfehlung für disziplinarische Aktionen abgeben", teilte der Anwalt mit.

Auch Platini und Valcke gesperrt

Neben Präsident Sepp Blatter werden auch UEFA-Präsident Michel Platini und FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke gesperrt. Beide ebenfalls für vorläufig 90 Tage. Die Bundesanwaltschaft hat gegen Blatter ein Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung eröffnet. Michel Platini war von den Schweizer Behörden als Auskunftsperson vorgeladen worden. Dies wegen einer Zahlung in der Höhe von zwei Millionen Franken, die er von Blatter empfangen hatte. 

Blatter zeigt sich enttäuscht

In einer ersten Reaktion zeigte sich Sepp Blatter via seine Anwälte enttäuscht. Die Ethik-Kommission habe die Disziplinarordnung nicht beachtet und habe ihn nicht angehört.Bis zum FIFA-Kongress vom 26. Februar übernimmt der Kameruner Issa Hayatou Blatters Amt. Auch Hayatou war schon mehrfach mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert.

 

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