Die Krise beim FC Luzern ist selbstgemacht

Das Team von Markus Babbel ist zu wenig effizient

Einmal mehr gibt es für FCL-Spieler Sebastian Schachten nichts zu jubeln, weil die Luzerner viel zu viele gute Torchancen auslassen. Sucht die Form der vergangenen Rückrunde - FCL-Mittefeldspieler Jakob Jantscher. Auch Marco Schneuwly trifft in dieser Saison noch nicht regelmässig für den FCL.

Nach der 14. Super League Runde ist beim FC Luzern auf den ersten Blick alles im Lot. In der Meisterschaft liegt der FCL auf dem vierten Rang und im Cup haben die Luzerner gute Chancen (Viertelfinal Mitte Dezember gegen Challenge League Schlusslicht Aarau), sich für den Halbfinal im kommenden März zu qualifizieren. Bei genauerem Hinsehen trügt dieser erste Blick jedoch.

Der FC Luzern vergibt zu viele Topchancen

Die Luzerner schaffen es nämlich immer wieder, sich quasi selbst zu schlagen. Ausser gegen Basel waren alle Niederlagen nicht zwingend und wären relativ einfach vermeidbar gewesen. Und genau diese Tatsache nervt Trainer Markus Babbel besonders. Das grösste Manko im Luzerner Spiel ist bisher die Effizienz. Immer wieder lässt der FCL beste Torgelegenheiten aus und bekommt hinten zu viele einfache Gegentore. Neben Torhüter Dave Zibung war in dieser Saison bisher nur Dario Lezcano ein sicherer Wert. Der 25-jährige Paraguayer traf vor seiner langen Sperre in 8 Meisterschaftsspielen neunmal. Das ist fast die Hälfte aller 20 Tore, welcher der FCL in den bisher 14 Meisterschaftsspielen erzielt hat.

Dario Lezcano kehrt gegen Sion zurück

Und genau diese Tatsache gibt dem FCL nun Hoffnung, dass es nach vier sieglosen Spielen in der Meisterschaft bald wieder besser wird. Nach dem Ausraster von Lezcano im Spiel gegen GC Mitte September kehrt der FCL-Topscorer nach fast zwei Monaten Sperre zurück in die Mannschaft. Gerade in diesem Heimspiel gegen die Grasshoppers hatte der FCL vor allem in der Startphase gezeigt, wie viel Potential eigentlich in diesem Team stecken würde, wenn die Babbel-Elf das Maximum abrufen kann. Die FCL-Krise ist offensichtlich selbstgemacht und relativ einfach zu beenden. Dann nämlich, wenn der FCL einmal wie beispielsweise in der vergangenen Rückrunde eine effiziente und konstante Spielzeit spielen würde. Diese Rückrunde hat eindrücklich gezeigt, wie viel auch für einen finanziell limitierten Verein wie den FC Luzern möglich wäre.

Audiofiles

  1. Die Krise beim FC Luzern ist selbstgemacht. Audio: Sämi Deubelbeiss

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