FCL-Captain Lustenberger denkt nicht ans Koffer packen

Trotz Reservistenrolle will er sich in Luzern durchbeissen

FCL-Captain Claudio Lustenberger.

Claudio Lustenberger ist ruhig und gut gelaunt, als er zum Interview ins neue Radio Pilatus Studio im Maihof kommt. Er trinkt einen Kaffee, was seinen langjährigen Teamkollegen Dave Zibung überrascht, welcher uns ebenfalls einen Besuch abstattet. Lustenberger ist reifer geworden, er scheint das Leben mit seiner Frau zu geniessen. Bald werden die beiden zum ersten Mal Eltern.

Sportlich läuft es Lusti nicht optimal

Diese Gemütslage ist etwas erstaunlich, denn sportlich läuft es dem bald 29-Jährigen nicht optimal. Seit Sommer 2006, also schon bald 10 Jahre, ist Lustenberger beim FCL angestellt. Egal ob der Trainer, Sforza, Fringer oder Yakin hiess, Lustenberger war als Linksverteidiger stets gesetzt. Erstmals unter Carlos Bernegger musste er beissen, wurde sogar auch einmal auf die Tribüne verbannt. Unter Markus Babbel kämpfte sich der in Kriens aufgewachsene Lustenberger zurück. Ja, er wurde sogar zum Captain ernannt. 

Aufgeben und die Koffer packen kommt nicht in Frage

Seit dieser Saison hat Claudio Lustenberger seinen Stammplatz aber auch unter Trainer Markus Babbel nicht mehr auf sicher. Einerseits wegen der Verpflichtung des Deutschen Sebastian Schachten. Andererseits aber auch, weil mit Jerome Thiesson ein weiterer Konkurrent auf der Aussenverteidigerposition in der Form seines Lebens ist. Aufgeben kommt für "Clöde", wie ihn seine langjährigen Teamkollegen nennen, jedoch nicht in Frage. "Ich habe beim FC Luzern einen Vertrag bis im Sommer 2018, diesen will ich erfüllen", so Lustenberger im Radio Pilatus Interview. "Ich bin einer von hier, der FC Luzern liegt mir sehr am Herzen. Nur weil ich jetzt ein paar Spiele nicht von Anfang an auflaufen durfte, werde ich sicher nicht gleich die Koffern packen." Mit Kampfgeist und guten Trainingsleistungen will er zurück in die Startelf. Im kommenden Spiel gegen YB wird dies dem FCL-Captain aber ganz sicher nicht gelingen. Wegen seiner vierten gelben Karte ist Claudio Lustenberger gegen die Berner Young Boys gesperrt. 

Audiofiles

  1. FCL-Captain Claudio Lustenberger will sich in die Startelf zurückkämpfen. Audio: Sämi Deubelbeiss

Kommentieren

comments powered by Disqus