Wer arbeitet, soll mehr verdienen als ein Sozialhilfebezüger

Kanton Luzern mit weiteren Massnahmen gegen Ungerechtigkeit

Wer arbeitet, der soll mehr verdienen, als wenn er Sozialhilfe bezieht. Dieser sogenannte Schwelleneffekt ist im Kanton Luzern in den vergangenen Jahren zum Teil korrigiert worden, heisst es im neusten Luzerner Wirkungsbericht zum Thema Existenzsicherung.

Der Schwelleneffekt ist ein Systemfehler bei den Sozialleistungen. Schwelleneffekt ist der Begriff dafür, wenn jemand arbeiten geht, der Lohn aber dennoch tiefer ist, als wenn er einfach Sozialhilfe beziehen würde. 2011 gab die Luzerner Regierung an, dass rund 2'700 Haushalte im Kanton von dieser Ungerechtigkeit betroffen sind. Der neuste Bericht zeigt nun, dass dank verschiedenen Massnahmen der Schwelleneffekt bei der Sozialhilfe verringert werden konnte.

Bei der AHV und IV sieht es jedoch anders aus. Dort gäbe es mehr Betroffene. Vielleicht würde jedoch die geplante Revision des Bundesgesetzes dort Abhilfe schaffen, heisst es im Bericht weiter. 

Der Wirkungsbericht Existenzsicherung des Kantons Luzern enthält weitere Massnahmen mit denen laufend versucht wird, den Schwelleneffekt zu verringern. Man wolle die Sozialleistungen immer wieder überprüfen und verbessern, heisst es in einer Mitteilung

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