FCL-Präsident Ruedi Stäger dachte an Rücktritt

Die persönliche Kritik habe weh getan, aufgeben komme für ihn aber nicht in Frage

FCL-Präsident Ruedi Stäger FCL-Präsident Ruedi Stäger im Interview mit Radio Pilatus Sportchef Sämi Deubelbeiss.

Der Stein war Tonnen schwer, welcher den FCL-Verantwortlichen am vergangenen Samstag vom Herzen fiel, als der FC Luzern dank einem 2:1-Sieg gegen Lugano die ersten drei Punkte im Jahr 2016 holte. Auch FCL-Präsident Ruedi Stäger wirkte sichtlich gelöst. Damit konnten die Luzerner den Vorsprung auf die Teams am Tabellenende ausbauen. Neu ist der FCL sieben Punkte vor Zürich und acht Zähler vor Vaduz und Lugano.

"Die Kritik tat weh - da stellt man sich auch die Frage, ob man zurücktreten soll"

Mit dem ersten Erfolg im neuen Jahr sind die Kritiker fürs Erste verstummt, welche per sofort die Entlassung von Trainer Babbel und Präsident Stäger forderten. "Niete und Versager" wurde Stäger in der Presse genannt. "Dies tat weh, vor allem leide die ganz Familie unter der persönlichen Kritik", so FCL-Präsident Ruedi Stäger. "Wenn so gezielt auf eine Person geschossen wird, überlegt man sich viele Fragen. Auch jene, ob ich das noch will oder besser zurücktreten soll", sagt Stäger im Interview mit Radio Pilatus. 

"Wenn man A sagt, will man auch B sagen"

So schnell man sich die Rücktrittsfrage stelle, so schnell weise man diese aber wieder zurück. Schliesslich habe er A zum FCL gesagt, als er den Job des geschäftsführenden Präsidenten angenommen habe, nun wolle er auch B sagen. "Es war mir klar, dass ich persönlich nach einer solchen Negativserie ein Paar "Blätzen" abbekomme", so FCL-Präsident Ruedi Stäger. Es sei nun aber Zeit, nach vorne zu schauen. Am kommenden Samstag (17.45 Uhr) hat der FC Luzern die Gelegenheit, mit drei Punkten im Berner Oberland gegen den FC Thun für weitere Ruhe im Verein zu sorgen. 

Audiofiles

  1. Der FCL-Präsident Ruedi Stäger blickt auf eine schwierige Zeit zurück. Audio: Sämi Deubelbeiss

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