Unfallversicherer SUVA mit Millionenverlust

Prämien sollen aber auch 2017 stabil bleiben

Der Suva-Hauptsitz in Luzern

Der grösste Schweizer Unfallversicherer SUVA hat das vergangene Jahr mit einen Verlust von knapp  21 Millionen Franken abgeschlossen. Das Minus sei aber geplant gewesen: Rund 48 Millionen Franken aus den Reserven wurden an die Versicherten zurückgegeben. Das Prämienniveau soll auch für das kommende Jahr stabil bleiben.

Die SUVA hat zum ersten Mal seit mehreren Jahren einen Verlust ausgewiesen. Grund für das Minus von knapp 21 Millionen Franken waren  sogenannte Ausgleichsreserven, welche an die Versicherten zurückgegeben wurden. Ohne diese Ausschüttung hätte die SUVA einen Überschuss von rund 27 Millionen Franken ausgewiesen. 

Mehr Prävention im Freizeitbereich

Die meisten Unfälle, welche vergangenes Jahr bei der SUVA gemeldet wurden, passierten bei Freizeitaktivitäten. Daher will die SUVA in diesem Bereich stärker auf Präventionsarbeit setzten und die Versicherten sensibilisieren. Zudem entwickelt die SUVA eine neue Smartphone-App. Mit dieser können die Versicherten ihre Arztrechnungen fotografieren und erhalten dann eine für Laien verständliche Übersetzung der Tarmed-Rechnung. Dadurch sollen die Versicherten besser verstehen, für welche Leistungen sie bezahlen sollen.

Prämien bleiben stabil

Die Prämien sollen in diesem und dem nächsten Jahr stabil bleiben. Es sei aber schwierig abzuschätzen, wie sich die Prämien nach 2017 entwickeln werden, sagte SUVA Chef Felix Weber gegenüber Radio Pilatus.

Audiofiles

  1. Beitrag zur SUVA Jahresbilanz 2015. Audio: Caspar van de Ven

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