Kanton Luzern plant Informatikmittelschule

Informatiker sollen auf Kosten einer anderen Fachklasse ausgebildet werden

Mangel an Fachkräften: Informatiker sind besonders gesucht

Der Kanton Luzern soll eine Informatikmittelschule erhalten. Der Schulbetrieb soll auf das Schuljahr 2017/2018 aufgenommen werden. Aus Kostengründen müsste man dafür eine andere Klasse streichen.

Um dem Fachkräftemangel in der Informatik entgegenzuwirken, plant der Kanton Luzern eine Informatikmittelschule. Wie die Kantonsregierung heute bekanntgab, soll die Schule ihren Betrieb schon am 1. August 2017 aufnehmen. Mit der geplanten praxisorientierten Ausbildung von Fachkräften solle die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Luzern gestärkt werden.

Die neue Informatikausbildung würde vier Jahre dauern und zum Fähigkeitszeugnis und zur kaufmännischen Berufsmaturität führen. Der berufskundliche Unterricht soll in Sursee stattfinden, wo bereits Informatik unterrichtet wird. Der Berufsmaturitätsunterricht soll in Luzern angesiedelt werden.

Die Informatikmittelschule soll den Kanton Luzern pro Jahr 316'000 Franken kosten. Unter dem Strich soll die Informatikmittelschule kostenneutral sein. Dafür würde eine der fünf Klassen der Wirtschaftsmittelschule in Luzern aufgehoben. Bei der Wirtschaftsmittelschule wurde gemäss Regierungsrat in den letzten Jahren ein demografisch bedingter Rückgang der Schülerzahlen beobachtet. Besonders davon betroffen ist Willisau, doch wird an diesem Standort aus regionalpolitischen Gründen festgehalten.

Über die definitive Errichtung einer Informatikmittelschule entscheidet das Luzerner Kantonsparlament im September.

Audiofiles

  1. Der Kanton Luzern plant eine Informatikmittelschule. Audio: David von Moos

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