Gedenkfeier in Sempach

Rund 1000 Personen nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Das ganze Städtli Sempach feiert mit. Die Stadt Sempach offerierte das traditionelle Morgenbrot - hier den Kindern von Hitzkirch. Die Kinder von Hitzkirch trugen während des feierlichen Einzugs die Fahnen aller Luzerner Gemeinden. Der feierliche Einzug mit einem Spalier der Zunft zu Safran und der Kinder von Hitzkirch. Standesweibelin Anita Imfeld, Regierungspräsident Marcel Schwerzmann (2. Reihe) und Kantonsratspräsident Andreas Hofer Regierungspräsident Marcel Schwerzmann spricht das Grusswort. Der Luzerner Regierungsrat mit seinen Ehrengästen bei Auszug aus der Kirche. Die Harmonie Sempach spielt auf dem Kirchplatz auf.

Der Kanton Luzern beging heute die Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach von 1386. In ihrer Festrede rief Elisabeth Müller, Geschäftsleiterin der UNICEF Schweiz, dazu auf, «hinauszuschauen und uns daran zu beteiligen, heutige Schlachten zu verhindern». Rund 1000 Personen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Diese fanden in einem würdigen und traditionellen Rahmen statt.
 
Der Luzerner Regierungsrat, seine Gäste und die Bevölkerung trafen sich am Sonntag, 3. Juli 2016, um 9 Uhr in Sempach zum traditionellen Morgenbrot. Im Anschluss fand der feierliche Einzug vom Luzernertor durch das Städtli in die Kirche St. Stefan statt. Rund 15 Gruppierungen, darunter die Zunft zu Safran, die Harmonie Sempach, Schulkinder der Gastgemeinde Hitzkirch und diverse Kriegerharste nahmen an der traditionellen Prozession teil. Der Regierungsrat und die Ehrengäste marschierten zwischen der päpstlichen Schweizergarde und den Vertretern der reformierten und der katholischen Kirche.
 
Festgottesdienst mit «frommen Sprüchen für Chefs»
Die Jahrzeitfeier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, geleitet von Pfarrer Hans Weber und Pfarreileiter Bernhard Stadler. Danach gab Pfarrer Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, in seiner Festpredigt «sieben fromme Tipps für grosse und kleine Chefs – und für alle anderen, die im Leben weiterkommen wollen». Den «wichtigsten und frommsten Spruch» nannte er zum Schluss: «Du sollst dich nicht so tierisch ernst nehmen. Du weisst nicht, wie lange du das bist, was du jetzt bist. Es hat bestens funktioniert vor dir und es wird bestens funktionieren nach dir. Du sollst dich nicht so tierisch ernst nehmen.»
 
Festrede im Zeichen der Kinder unserer Welt
Regierungspräsident Marcel Schwerzmann eröffnete mit der Begrüssung den Festakt. Er ging dabei auf die Wichtigkeit der Einigkeit ein: «Wollen wir gemeinsam die Zukunft unseres Kantons erfolgreich gestalten, brauchen wir nicht "Graben-Bewirtschafter", sondern Brückenbauer (…) Wer aber vorwiegend streitet, verliert, fällt zurück - und verpasst damit den Fortschritt - und dieser basiert auf "Innovation"». Im Anschluss verlass Franz Schwegler, Stadtpräsident von Sempach, den Schlachtbrief und stimmte zum gemeinsamen Singen des Sempacherliedes an. Die Festrede hielt Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin der UNICEF Schweiz. Sie beleuchtete mit persönlich erlebten Begegnungen die humanitären Krisen auf der Welt und rief dazu auf, «uns daran zu beteiligen, dass die heutigen Schlachten vermieden, die Kinder in ihren Ländern in Zeit und Raum gehalten sind und sich Wissen aneignen dürfen um ihre eigene Geschichte zu verstehen um nicht von Zurufern und Einflüsterern abhängig zu sein». Mit dem Schweizerpsalm ging auch dieses Jahr eine würdige Feier zu Ende.
 
Die Gedenkfeier Sempach 2016 verlief mit ihren traditionellen und besinnlichen Elementen ruhig und würdig. Rund 1000 Personen nahmen an den Feierlichkeiten teil.

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