Berset will Frühfranzöisch in allen Kantonen

Änderung im Sprachengesetz geht in die Vernehmlassung

Bundesrat Alain Berset.

Der Unterricht in der zweiten Landessprache soll bereits in der Primarschule beginnen. Das will der Bundesrat im Sprachengesetz verankern, falls die Kantone ihre Sprachenstrategie nicht umsetzen.

Der Bundesrat würde es vorziehen, nicht einschreiten zu müssen, sagte Innenminister Alain Berset vor den Medien in Bern. Die Bundesverfassung verpflichte ihn aber dazu, wenn die Kantonslösung nicht zustande komme.

Der Bundesrat hat deshalb die Vernehmlassung zu einer Ergänzung des Sprachengesetzes eröffnet. Er stellt drei Varianten zur Diskussion, die den Kantonen unterschiedlich viel Spielraum lassen würden.

Nur Landessprachen regeln

Der Bundesrat bevorzugt jene Variante, die ihnen am meisten Spielraum lässt. Diese legt lediglich fest, dass der Unterricht in der zweiten Landessprache auf Primarschulstufe beginnen und bis zum Ende der Sekundarstufe I dauern muss.

Audiofiles

  1. Bundesrat will Kantone zu Frühfranzösisch zwingen.. Audio: Franziska Boser, Radio Pilatus AG

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