NW: Regierung verzichtet auf Katar-Reise

Besuch bei den Bürgenstock-Investoren sei nicht nötig

Arbeiten am Hotel Palace auf dem Bürgenstock

Die Nidwaldner Regierung verzichtet vorläufig auf eine Geschäftsreise ins Emirat Katar zu den Investoren des Bürgenstock Resorts. Eine Reise sei vorläufig nicht nötig. Gegen die Reise war im Kantonsparlament Kritik laut geworden und eine Petition eingereicht worden.

Der Regierungsrat werde nur nach Katar reisen, falls dies für die Wahrung der Interessen der Nidwaldner Bevölkerung nötig sei, teilte die Nidwaldner Regierung mit. Der aktuelle Stand des Projekts auf dem Bürgenstock erfordere aber vorläufig keine solche Reise.

Eine Visite im Emirat auf der arabischen Halbinsel zu einem späteren Zeitpunkt schliesst die Regierung aber nicht aus. Als Beispiel nennt der Regierungsrat etwa Gespräche für eine verbesserte Erschliessung des Bürgenstocks.

Der Kanton Nidwalden hat im Budget für das laufende Jahr für eine mögliche Reise einer Regierungsdelegation zu den Bürgenstock-Investoren 30'000 Franken vorgesehen. Im Januar wurde eine Petition mit über 500 Unterschriften eingereicht, die zum Verzicht auf die Reise aufruft. Die Petitionäre machten finanzielle und politische Gründe geltend.

Investitionen von 500 Millionen Franken

Das autofreie Bürgenstock-Resort soll Mitte 2017 eröffnet werden. Die Tourismusanlage umfasst 30 Gebäude und Sportanlagen. Dazu gehören drei Hotels mit knapp 400 Zimmern und 800 Betten sowie ein Dutzend Restaurants. Eröffnet werden sollen zudem ein Wellnesskomplex, ein Konferenzzentrum sowie eine Shoppingmeile. Investor ist der katarische staatliche Hotelbetreiber Katara Hospitality. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 500 Millionen Franken.

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