Zugunglück in Italien fordert mindestens 20 Tote

Vor allem Pendler und Studenten unter den Opfern

Nördlich der süditalienischen Stadt Bari sind bei einem Zusammenstoss zweier Züge mindestens 23 Personen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Passagiere wurden verletzt.

Das Zugunglück ereignete sich nördlich der Stadt Bari in der süditalienischen Provinz Apulien. Die beiden Züge stiessen mehreren Medienberichten zufolge auf der eingleisigen Strecke zwischen Corato und Andria frontal zusammen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen sind 23 Menschen gestorben, vier weitere werden noch vermisst. Tödlich verletzt wurden vor allem Passagiere, die in den ersten beiden Waggons der Züge sassen. Mehr als 50 Personen wurden bei der Kollision verletzt, 18 von ihnen lebensgefährlich, wie die örtliche Gesundheitsbehörde mitteilte. Unter den Opfern war auch ein Kleinkind, das lebend aus den Trümmern geborgen und mit einem Helikopter ins Spital gebracht wurde. 

Vor allem Pendler und Studenten

An Bord der beiden Züge befanden sich mehrheitlich Pendler und Universitätsstudenten. Italiens Premierminister Matteo Renzi nannte das Unglück einen "Moment der Tränen". Schweizer befinden sich laut vorläufigen Informationen keine unter den Opfern.

Im Einsatz standen dutzende Rettungsfahrzeuge, Krankenwagen, Polizisten und Feuerwehrleute. Die Lokalbevölkerung wurde zum Blutspenden aufgerufen und zusätzliches Gesundheitspersonal aufgeboten.

Die Unfallursache ist noch unklar. Die Ermittlungen sollen sich aber auf die veraltete Technik konzentrieren. Im Zentrum steht das fehlende automatische Kontrollsystem auf der eingleisigen Strecke nördlich von Bari.

Audiofiles

  1. Mindestens 20 Tote bei Zugsunglück in Süditalien. Audio: Radio Pilatus

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