Zürcher Sicherheitsdirektor für Burkaverbot

SP-Politiker Mario Fehr verlangt Werte-Debatte

Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, Mario Fehr (SP). Burka

Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, Mario Fehr, spricht sich für ein Burkaverbot aus. In einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» NZZ sagte der SP-Politiker, es sei wichtig, dass man eine Debatte über die Werte unserer Gesellschaft führe.

Er sei ein liberaler Mensch, und in einer liberalen Gesellschaft zeige jeder sein Gesicht, so Mario Fehr. Deshalb gehören für ihn Burkas nicht hierhin, sagte der Zürcher Sicherheitsdirektor im Interview. Er habe kein Verständnis dafür, dass einzelne Touristen ihre Frauen total verschleiert durch die Bahnhofstrasse führen. Der Fall des Burkaverbots im Kanton Tessin zeige zudem, dass Touristen durchaus Verständnis für solche Regeln hätten.

Einem schweizweiten Verhüllungsverbot steht der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren kritisch gegenüber. Wie arabische Touristen auf ein Burkaverbot reagieren würden, sei schwierig abzuschätzen, sagte er auf Anfrage von Radio Pilatus. Arabische Touristen machen in der Zentralschweiz statistisch gesehen zwar nur einen kleinen Teil der Gäste aus. Laut Perren geben sie mit aber mit rund 430 Franken pro Tag überdurchschnittlich viel Geld aus.

Im Kanton Tessin ist das Burkaverbot seit dem 1. Juli in Kraft. Auf nationaler Ebene läuft zudem eine Unterschriften-Sammlung für eine entsprechende Volksinitiative. 

Kommentieren

comments powered by Disqus