Asylzentrum Seelisberg kommt vorläufig nicht

Regierung verzichtet vorerst darauf das Projekt umzusetzen

Das ehemalige Hotel Löwen in Seelisberg sollte zum Asylzentrum werden. Die Bevölkerung wehrte sich jedoch erfolgreich dagegen.

Das geplante Asylzentrum in Seelisberg im Kanton Uri wird vorläufig auf Eis gelegt. Die Urner Kantonsregierung hat am Vormittag beschlossen das Projekt vorläufig zu sistieren. Aktuell bestünden im Urner Talboden genügend Unterkunftsplätze.

Die Urner Kantonsregierung hat beschlossen das geplante Asylzentrum in Seelisberg vorläufig nicht zu realisieren. Ursprünglich hätten im ehemaligen Hotel Löwen in Seelisberg ab Oktober bis zu 60 mehrheitlich junge asylsuchende Männer untergebracht werden sollen. 

Begründet wird der Entscheid in einer Mitteilung damit, dass im Urner Talboden derzeit genügend Unterkunftsplätze zur Verfügung stehen. Die Zahl der zugewiesenen Asylbewerber sei im Sommer zudem bisher hinter den Prognosen geblieben. 

Eklat bei Infoverantstalung in Seelisberg

Vor rund zehn Tagen kam es bei der Informationsveranstaltung zum geplanten Asylzentrum in Seelisberg zum Eklat. Besucher attackierten die zuständige Regierungsrätin Barbara Bär (FDP) verbal - letztendlich musste der Anlass sogar abgebrochen werden, nachdem auch noch zahlreiche Besucher den Saal aus Protest verliessen. 

Die angespannte Situation zwischen den Seelisbergern und der Urner Kantonsregierung soll nun an einem runden Tisch entschäft werden. Dabei soll auch ein externer Mediator zum Zug kommen.

Audiofiles

  1. Geplante Asylunterkunft in Seelisberg: Urner Kantonsregierung krebst zurück. Audio: David von Moos

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