Nidwaldner Regierung will Areal Kreuzstrasse neu überbauen

Das Grossprojekt in Stans umfasst unter anderem ein neues Gefängnis, Polizei- und Verwaltungsgebäude

Neuüberbauung geplant: So könnte sich  das Areal Kreuzstrasse mit Gefängnis, Polizeistation, Verkehrssicherheitszentrum, Strasseninspektorat und dem Amt für Justiz dereinst präsentieren Auf dem rund 33'000 Quadratmeter grossen Areal Kreuzstrasse sind derzeit in acht Gebäuden die Kantonspolizei, das Amt für Justiz, das Untersuchungs- und Strafgefängnis, das Verkehrssicherheitszentrum
sowie das Strasseninspektorat untergebracht Neubau geplant: Das Nidwaldner Untersuchungs- und Strafgefängnis auf dem Areal Kreuzstrasse in Stans

Die Nidwaldner Kantonsregierung hat Grosses vor: Sie will die meisten kantonalen Gebäude auf dem Areal Kreuzstrasse in Stans durch Neubauten ersetzen. Zu den Kernstücken des Grossprojekts gehört unter anderem ein neues und grösseres Gefängnis.

Die Bauarbeiten sollen etappenweise über 20 Jahre durchgeführt werden, teilte die Kantonsregierung mit. Im gleichen Zeitraum müssten auf dem Areal grössere Sanierungen durchgeführt werden. Eine Gesamtbetrachtung habe ergeben, dass die meisten bestehenden Gebäude nicht saniert, sondern durch Neubauten ersetzt werden sollen.

Das Areal Kreuzstrasse nahe der Autobahnausfahrt Stans Süd ist 33'000 Quadratmeter oder rund viereinhalb Fussballfelder gross. In acht Gebäuden sind dort die Kantonspolizei, das Amt für Justiz, das Untersuchungs- und Strafgefängnis, das Verkehrssicherheitszentrum und das Strasseninspektorat untergebracht.

Der Nidwaldner Regierungsrat will die meisten kantonalen Gebäude auf dem Areal Kreuzstrasse in Stans durch Neubauten ersetzen. Zu diesen gehört etwa das Gefängnis.

 

Mit einer Neuüberbauung könnten die Gebäude auf dem ganzen Areal neu angeordnet werden. Damit könne das Gelände verdichtet und wirtschaftlicher genutzt werden, so die Nidwaldner Kantonsregierung. Auch sei es möglich, betriebliche Abläufe zu vereinfachen und günstiger zu machen.

Ausgelöst wurden die Abklärungen wegen des Untersuchungs- und Haftgefängnisses Stans. Das 1989 erbaute Gebäude muss saniert werden. Zudem sind bauliche Massnahmen nötig, um weiterhin einen gesetzeskonformen Vollzug zu gewährleisten. Ferner soll der Betrieb wirtschaftlicher gemacht werden, etwa mit Plätzen für Insassen aus Drittkantonen.

Gesamthaft soll die Neuüberbaung des Areals 67,8 Millionen Franken kosten. Davon habe man mehr als von einer schrittweisen Renovation: "Eine Sanierung würde den Kanton auch 52,2 Millionen Franken kosten", sagte die Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser.

Für die Realisierung des Grossprojekts in Etappen rechnet die Nidwaldner Kantonsregierung mit 15 bis 20 Jahren. Die ersten Bauarbeiten sollen ab 2019 in Angriff genommen werden. Die Planungsarbeiten dazu sollen nächstes Jahr starten. Entschieden ist aber noch nichts, die entsprechenden Kreditbeschlüsse werden dem Nidwaldner Kantonsparlament einzeln vorgelegt.

Audiofiles

  1. Mehr als ein neues Gefängnis: Die Nidwaldner Kantonsregierung will das ganze Areal Kreuzstrasse komplett neu überbauen. Audio: David von Moos

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