"60 Prozent der Migranten verschwinden"

Staatssekretär für Migration spricht von neuer Entwicklung

Schlaf-Saal in  der Asyl-Notunterkunft in Dagmersellen

Immer mehr Menschen, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellen, tauchen ab. So seien in den letzten drei Monaten 60 Prozent der Migranten verschwunden, sagte der Staatssekretär für Migration, Mario Gattiker, im Interview mit mehreren Zeitungen.

Neue Entwicklung

Gattiker spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen Entwicklung. „Die Leute geben an, ein Asylgesuch stellen zu wollen, reisen dann aber vor der Befragung weiter“, so Gattiker. Von Juni bis August seien so bis zu 40 Prozent der Personen, die beabsichtigten einen Asylantrag zu stellen, noch vor der vollständigen Erfassung der Daten wieder verschwunden. Weitere 20 Prozent seien nach dem Asylantrag irregulär abgereist. Sie wollten vermutlich ihre Reise weiter Richtung Norden fortsetzen.

Keine einfache Problemlösung

Das Problem lasse sich nur schwer beheben, da sich die Personen nicht im Freiheitsentzug befänden. Allerdings wirke die Schweiz der Entwicklung entgegen. Unter anderem werden neu Asylsuchende gruppenweise in Bussen statt mit dem öffentlichen Verkehr transportiert. Die Personen können so besser überwacht werden.

Kommentieren

comments powered by Disqus