Nidwaldner sind zufrieden mit Verkehrssituation

Bemängelt wird aber die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer

Im Kanton Nidwalden ist die Bevölkerung zufrieden mit der Verkehrssituation. Zu diesem Schluss kommt die Regierung nach einer Umfrage. Bemängelt werden die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer, die Rücksichtnahme im Verkehr und die Wartezeiten an Bahnübergängen.

An der Umfrage im Oktober und November 2015 nahmen rund 1300 Frauen und Männer im Alter über 18 Jahren teil. Durchgeführt wurden die Interviews von der Berner Firma Polyquest, wie die Nidwaldner Staatskanzlei mitteilte. Auf einer 10er-Skala lag der Zufriedenheitswert für den motorisierten Individualverkehr bei 7,2. Dieser liegt leicht unter dem Wert für den öffentlichen Verkehr mit 7,6. Dies zeige, dass die Bevölkerung insgesamt mit der Situation zufrieden sei, heisst es in der Mitteilung. Zwischen den Gemeinden gibt es allerdings Unterschiede. Am höchsten ist die Zufriedenheit in Emmetten (7,8). Am tiefsten ist sie im Hauptort Stans (6.7).

Strassenlärm ist kein grosses Thema

Handlungsbedarf gibt es laut der Umfrage bei den Sicherheitsstandards und Baustelleninfos für Autos, Töffs, Fussgänger und Velofahrer, bei den Wartezeiten an Bahnübergängen und bei der gegenseitigen Rücksichtnahme im Verkehr. Hier will die Regierung mit den Gemeinden Massnahmen prüfen. Im Vergleich mit anderen Kantonen sind die Nidwaldner aber offenbar überaus zufrieden mit ihren Strassen. Tendenziell herrsche die Ansicht vor, dass die eigenen Strassen baulich etwas besser seien als in den anderen Kantonen, heisst es in der Mitteilung. Ein zentrales Kriterium ist für die Bevölkerung laut der Umfrage die Sauberkeit von Strassen. Hier äusserten die Befragten eine hohe Zufriedenheit. Überraschend ist Lärm in Nidwalden kein grosses Thema. Rund 80 Prozent der Einwohner würden sich nämlich nicht oder nicht stark durch Strassenlärm belästigt fühlen.

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