Der 3D-Drucker revolutioniert die Medizin

Prothesen und Implantate kommen heute aus dem 3D-Drucker

Ein 3D-Drucker bei der Arbeit

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  1. Der 3D-Drucker revolutioniert die Medizin. Audio: Yanik Probst

Ganz neu sind zwar nicht, aber dennoch veränderten sie in den vergangenen Jahren viel. Die 3D-Drucker. Vor allem in der Medizin haben sie fast schon eine Revolution gebracht.

Bereits seit etwa 30 Jahren existiert die Technologie des 3D-Druckers. Aber erst in den vergangenen Jahren ist der 3D-Drucker wirklich aufgekommen, sagt Matthias Baldinger, Mitgründer von additively. Mit seinem Unternehmen berät er andere Firmen zum Thema 3D-Druck.

Das Prinzip eines 3D-Druckers sei dabei ganz ähnlich wie beim typischen Drucker im Büro. Mit dem Unterschied, dass beim 3D-Druck einfach mehrere Schichten aufeinandergelegt werden und so ein Modell oder eine Figur entsteht. Also quasi ganz viele Blätter aufeinander, die dann eine Figur ergeben. Natürlich nicht aus Papier, sondern dem Material, dass gebraucht wird. Etwa Metall oder Plastik.

Revolution in der Medizin

3D-Druck ist heute bereits ein fester Bestandteil in der Medizin. Prothesen und Implantate kommen immer mehr aus dem Drucker. Das habe einen guten Grund, sagt Matthias Baldinger. Der 3D-Druck habe den Vorteil, dass am Computer zuerst ein ganz individuell angefertigtes Modell, etwa von Zähnen angelegt werden kann und dann ein Modell davon gedruckt wird, dass genau den Zähnen des Patienten entspricht. Das selbe geht auch mit Knochen.

Flugzeuge werden leichter

Aber auch in der Flugbranche ist der 3D-Druck ein Thema. Dort wurde schon immer versucht, Flugzeuge mit leichteren Verfahren zu bauen. Die 3D-Drucker tragen hier viel dazu bei. Marcus Risi produziert mit seinem Unternehmen 3D-Prototypen. Darunter auch Teile für die Pilatus Flugzeugwerke AG. Zwar seien es nur einzelne Teile, diese könnten so aber viel einfacher und leichter produziert werden. Ausserdem können mit dem 3D-Druck Teile gefertigt werden, die bislang nicht als ein Stück produziert werden konnten.

Zukunft scheint keine Grenzen zu haben

Obwohl schon viel mit dem 3D-Drucker gemacht werden kann, wird die Zukunft noch viel Neues bringen, ist Matthias Baldinger überzeugt. Zunächst gehe es aber darum, die jetzige Technologie optimal nutzen zu können. Auf der Luzerner Allmend findet deshalb am 20. und 21. September die erste Messe für 3D-Druck statt. Dort sollen sich Unternehmen intensiver mit dem Thema befassen können und sich auch darüber informieren, wo sie diese Technologie nutzen können.

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