Die Zentralschweiz - ein KMU-Paradies

Ohne KMU's gäbe es keine Grosskonzerne

KMU (Symbolbild)

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  1. KMU - die Pfeiler der Zentralschweizer Wirtschaft. Audio: Yanik Probst

Es sind die grossen Konzerne die in der Schweiz die Wirtschafts-Schlagzeilen prägen. Über Frankenschock, Negativzinsen und Unternehmenssteuern diskutieren in den Medien meistens die Grossen. Für die Zentralschweizer Wirtschaft sind aber vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen KMU wichtig.

Wenn in der Wirtschaft etwas passiert, dann stehen meistens die Grosskonzerne im Fokus. Egal ob die Banken mit den Negativzinsen oder die Exportunternehmen wegen dem Frankenschock. Häufig gehen die kleinen und mittleren Unternehmen, die KMU's, dabei fast unter.

Zu den KMU zählen Betriebe in welchen nicht mehr als 250 Angestellte arbeiten und die entsprechend auch keine Milliarden-Gewinne erzielen. In der Zentralschweiz sind es oft auch Familien- und Traditionsunternehmen. Aber die grösse der Unternehmen täuscht häufig über die Wichtigkeit dieser Unternehmen. Die KMU machen nämlich bis zu 99 Prozent der Schweizer Wirtschaft aus. 

Zentralschweizer Wirtschaft das KMU's ausgeglichener
In der Zentralschweiz arbeiten denn auch die meisten Menschen in einem KMU. Diese vielen KMU seien für die Zentralschweiz so wichtig, sagt Felix Howald, Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz ihz. Dank der Vielfalt dieser Unternehmen sei die Zentralschweizer Wirtschaft viel robuster.

Zwar seien Grossunternehmen die besten Steuerzahler und quasi auch Prestige für einen Wirtschaftsstandort. Geht es beispielsweise der Finanzbranche schlecht, trifft das einen Finanzplatz Zürich dafür auch viel härter als die ausgeglichene Wirtschaft in der Zentralschweiz.

Ausserdem sind die Grossunternehmen auch stark auf die KMU's angewiesen. Häufig beziehen die Grosskonzerne nämlich ihre Rohstoffe und Einzelteile von KMU's. Auch wenn es um Hightech- und Präzisions-Produkte geht, sind oft kleinere und mittlere Unternehmen führend. 

Auch KMU's bleiben nicht von Weltwirtschaft verschont
Während vor allem die grossen Konzerne rund um die Weltwirtschaftskrise und den Frankenschock in den Medien präsent waren, gehen die KMU's fast vergessen. Aber auch diese sind von den Folgen davon betroffen, wie Andreas Ruch sagt. Ihm gehört die Ruch Metallbau AG in Altdorf mit rund 70 Mitarbeitern. Auch seine Firma spüre die Folgen des Frankenschocks. Der Export sei praktisch inexistent. Zwar habe man die Frankenprobleme in zwischen eigentlich im Griff. Die nächsten Herausforderungen warten aber bereits. Die Produkte müssen günstiger werden um konkurrenzfähig zu bleiben. Dazu kommen Digitalisierung und Robotisierung. Chance und Herausforderung zu gleich, so Ruch weiter.

Beruhigend für die Zukunft dürfte aber eine Schweizer Wirtschaftsstudie sein die kürzlich erschienen ist. Demnach sehen eine Mehrheit der Finanzchefs von Schweizer Firmen den Frankenschock grundsätzlich als überstanden und rechnen im kommenden Jahr wieder mit besseren Umsätzen.

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