Gansabhauet: Zwei Einheimische schlagen zu

Beide Gänse beim dritten Versuch gefallen

Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016 Impressionen vom Gansabhauet 2016

Das Gansabhauet in der Altstadt von Sursee zog wieder tausende Schaulustige an. Lange musste sich das Publikum dieses Jahr aber nicht gedulden. Gleich zwei Junge räumten beim alten Brauchtum ab.

Petrus muss ein Surseer sein. Bei trockener Witterung fand am Freitag, 11. November 2016, in Sursee der traditionelle Gansabhauet statt. Wie jedes Jahr am Martinstag zog das aussergewöhnliche Brauchtum wiederum tausende Schaulustige an. Insgesamt 95 Personen wollten sich dieses Jahr als Gansschläger versuchen. Angemeldet hatten sich 86 Männer und 9 Frauen. Zum Zug kamen aber lediglich sechs davon. Über die Reihenfolge entschied wie üblich das Los.

Zweimal kurzer Prozess

Gekleidet in einen roten Umhang, ausgerüstet mit einem stumpfen Dragonersäbel und die Augen hinter einer goldenen Sonnenmaske verbunden, versuchten sich die ersten beiden Schläger an der toten Gans. Die Regeln schreiben vor, dass jedem von ihnen nur ein einziger Hieb zur Verfügung steht. Vorsichtig prüften die Schläger deshalb den Hals der toten Gans, bevor sie zum Hieb ausholten. Nach den ersten beiden misslungenen Versuchen stieg die Spannung an. Lange gedulden musste sich das Publikum dieses Jahr nicht – schon der dritte Gansschläger bewies ein glückliches Händchen.

Mit einem geübten Schlag holte sich Pascal Püntener aus Sursee die erste Gans. Der 31-Jährige freute sich riesig: «Ich kann es kaum glauben». Damit habe er nicht gerechnet, erklärte Püntener gegenüber Radio Pilatus. «Ich habe zum ersten Mal mitgemacht. Dass es gerade auf Anhieb geklappt hat, freut mich natürlich riesig!» Er werde die Gans nun zusammen mit Freunden verspeisen, schob der glückliche Sieger nach. 

Viele Gemeinsamkeiten

Auch die zweite Gans blieb nicht lange hängen. Und auch sie ging an einen Einheimischen. Pascal Bühler aus Sursee durchtrennte den Hals des toten Tieres ebenfalls als dritter Kandidat. «Unglaublich», freute sich der 25-Jährige, der ebenfalls zum ersten Mal als Schläger auf dem Holzpodest stand. 

Wie immer herrschte in der Altstadt von Sursee Volksfeststimmung.  Neben der Hauptattraktion erfreuten sich die Kinder und Jugendlichen am Stangenklettern, Sackhüpfen und Grimassenschneiden. Mit dem "Räbeliechtli"-Umzug kurz nach dem Eindunkeln fand der offizielle Teil der Gansabhauet ein stimmungsvolles Ende. In den Gaststätten geht der Anlass bis spät nach Mitternacht weiter. Auf den Speisekarten fanden sich wie immer am Gansabhauet - wen wundert es - viele köstliche Gänsespezialitäten.

Alter Brauch

Die Ursprünge der traditionellen Gansabhauet sind nicht genau bekannt. Fest steht lediglich, dass der Brauch um 1820 aus Sursee verschwand, aber bereits 43 Jahre später wieder zum Leben erweckt worden ist. Seither zieht der Anlass Jahr für Jahr einheimische und auswärtige Schaulustige an.

Audiofiles

  1. Gansabhauet 2016: Live aus Sursee. Audio: David von Moos
  2. ZuschauerInnen und Gewinner zur Gansabhauet 2017. Audio: David von Moos

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