Zentralschweizer Skigebiete trotzen dem Markt

Immer weniger Wintersportler und anspruchsvollere Kunden

Schneeplausch in Meiringen Hasliberg

Verschiedene Zentralschweizer Skigebiete haben auf diese Wintersaison hin aufgerüstet. Dabei geht es längst nicht mehr nur um neue Bahnen und Skilifte. 

Investiert wurde etwa auch in Solarkraftwerke und energiesparende Beschneiungsanlagen. Man setze seit diesem Jahr auf sogenannten 'Sonnenschnee', erklärte Thomas Küng, Geschäftsführer des Skigebiets Engelberg-Brunni, gegenüber Radio Pilatus: "Das Wasser für unsere Beschneiungsanlagen kommt aus dem Berg und muss deshalb nicht heraufgepumpt werden. Der Strom für den Betrieb kommt aus unserem neuen Solarkraftwerk." Auf umweltfreundliches Skifahren setzen die Brunni-Bahnen schon länger. Seit vergangenem Jahr ist auf der Klostermatte die erste energieeffiziente Pistenbeleuchtung der Schweiz in Betrieb.

Investitionen in umweltfreundliche Anlagen und die Nutzung von Ökostrom liegen bei den Zentralschweizer Skigebieten im Trend. Dennoch dürfen Modernisierungen, neue Bergbahnen, Skilifte und ein Ausbau des Gastronomie- und Freizeitangebots nicht fehlen. Denn die Wintersportler hätten immer mehr Ansprüche, sagte Daniel Dommann, Geschäftsführer des Skigebiets Melchsee Frutt. Es falle auf, dass die Zahl der eigentlichen Wintersportler abnehme, dafür aber andere Winteraktivitäten wie Schlitteln, Schneeschuhlaufen oder Winterwandern zunehmen würden.

Die Zentralschweizer Skigebiete seien trotz schwierigen Marktbedingungen gut aufgestellt, betonte Adrian Bühlmann vom Verband der Zentralschweizer Transportunternehmungen, wozu auch die verschiedenen Bergbahnen gehören. Die Skigebiete in der Region seien sehr innovativ und vielseitig. Die Zentralschweiz sei deshalb überaus attraktiv.

Der Wintersport befindet sich in der Schweiz seit Jahren im Umbruch. Die Skigebiete reagieren dadurch mit einem Ausbau ihrer Angebote und verschiedenen Aktionen. Dazu gehören auch regionale Spezialbillette wie der der Zentralschweizer Schneepass. Damit können rund 500 Pistenkilometer in 13 Skigebieten genossen werden.

Audiofiles

  1. Zentralschweizer Skigebiete haben aufgerüstet. Audio: David von Moos

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