So soll die Verkehrssituation in Luzern verbessert werden

Der Kanton Luzern präsentiert die neusten Massnahmen

Verkehr (Symbolbild) Verkehr auf dem Schweizerhofquai in der Stadt Luzern.

Der Kanton Luzern zeigt im neusten Agglomerationsprogramm, wie er die Verkehrssituation im Raum Luzern besser in den Griff bekommen will. Bis 2022 sollen dafür knapp 360 Millionen Franken investiert werden.

Im Raum Luzern leben heute rund 200'000 Menschen. In 20 Jahren dürften es schon 40'000 mehr sein. Das wirkt sich auch auf den Verkehr aus. Schätzungen zufolge wird der normale Verkehr bis 2030 um rund 20 Prozent und der öffentliche Verkehr um rund 40 Prozent zunehmen. Um mit dem Mehr-Verkehr im Raum Luzern langfristig klarzukommen, braucht es Massnahmen. Zusammen mit dem Verkehrsverbund Luzern und dem Gemeindeverband Luzern Plus hat der Kanton Luzern am Freitagmorgen dazu das dritte Agglomerationsprogramm präsentiert. Dieses soll helfen, die Entwicklung des Verkehrs und der Siedlungen zu steuern. 

ÖV hat erste Priorität
In einem ersten Schritt sollen zwischen 2019 und 2022 insgesamt rund 360 Millionen Franken dafür investiert werden. Der Fokus des neuen Programmes steht im Ausbau des ÖV-Systems. So sollen Bahn und Bus besser verknüpft werden, wie beispielsweise beim Bahnhof Mattenhof Kriens und Rothenburg Station, und der Bus gegenüber dem Autoverkehr priorisiert werden.  Auch ein Ausbau des S-Bahn-Netzes mit neuen Haltestellen sowie ein Fernbus-Terminal stehen im Raum. 

Grössere Strassenprojekte wird es in den nächsten Jahren weniger geben. Vielmehr werden die bestehenden Verkehrsachsen optimiert. Infolge der Mall of Switzerland in Ebikon könnte es auch zu Optimierungen bei den Autobahnanschlüssen in Buchrain oder Gisikon-Root kommen. Nebst dem motorisierten Verkehr soll aber auch der Langsamverkehr optimiert werden. So sollen unter anderem Fussgänger- und Velostreifen sicherer gemacht werden. 

Auf Grossprojekte abgestimmt
Alle diese Massnahmen sind auf die beiden geplanten Grossprojekte des Kantons Luzern, den Bypass und den Durchgangsbahnhof abgestimmt. Die beiden Grossprojekte sind aber Sache des Bundes. Für den Bypass hat der Bundesrat vor einem Monat dem generellen Projekt zugestimmt. Beim Durchgangsbahnhof ist die Situation bis anhin noch weniger klar. 

Das neue Agglomerationsprogramm muss nun erst einmal vom Bund geprüft werden. Stimmt der Bund dem Programm zu, dürfte er rund einen Drittel der 360 Millionen übernehmen. Der restliche Anteil wird vom Kanton Luzern, dem Kanton Schwyz und den Gemeinden übernommen.

 

Audiofiles

  1. SO SOLL DIE VERKEHRSSITUATION IN LUZERN VERBESSERT WERDEN. Audio: Fabian Kreienbühl

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