Bundesrat will Kantone entscheiden lassen

Kantone werden im Sprachenstreit nicht zu Frühfranzösisch gezwungen werden

Bundesrat Alain Berset

Der Bund will die Kantone nun doch nicht per Gesetz zum Französischunterricht in der Primarschule zwingen. Bundesrat Alain Berset verzichtet vorerst darauf, die Frage auf Bundesebene zu lösen. Stattdessen sollen die Kantone den Französischunterricht in der Primarschule selbst regeln. Er vertraue darauf, dass sich die Kantone selbst einigen, sagte Bundesrat Alain Berset anlässlich der Medienkonferenz des Bundesrates in Bern. 

Angesichts der Entscheide der letzten Monate auf kantonaler Ebene seien für ihn die Voraussetzungen für eine Regelung auf Bundesebene zurzeit nicht gegeben. Der Bundesrat beauftragt aber das Eidgenössische Department des Innern, gemeinsam mit den Kantonen die Situation neu zu beurteilen, sollte ein Kanton entscheidend von der harmonisierten Lösung in der Sprachenfrage abweichen.

In mehreren Kantonen gibt es Bestrebungen, den Französisch-Unterricht aus der Primarschule zu verbannen. Der Kanton Thurgau will seinen Entscheid gegen das Frühfranzösisch jedoch überdenken.

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