Ruder Leichtgewichts-Vierer ist Team des Jahres

Fabian Cancellara & Lara Gut - Sportler des Jahres 2016

Fabian Cancellara, Sportler des Jahres 2016 zusammen mit seiner Frau Team des Jahres 2016, der Leichtgewichts-Vierer im Rudern Armon Orlik, Newcomer des Jahres 2016 Marcel Hug, Behindertensportler des Jahres 2016 Zoltan Jordanov, Trainer der Jahres 2016 Lara Gut, Sportlerin des Jahres 2016, war gestern an der Preisverleihung nicht persönlich anwesend

Audiofiles

  1. Viele Zentralschweizer an den Sports Awards. Audio: Maik Wisler
  2. Das waren die Sports Awards 2016. Audio: Philipp Breit

Fabian Cancellara ist Sportler des Jahres und Lara Gut Sportlerin des Jahres 2016! Gekürt wurden sie an den Credit Suisse Sports Awards am Sonntagabend in Zürich. Erfreulich aus Innerschweizersicht, der Leichtgewichts-Vierer im Rudern mit den beiden Innerschweizern Mario Gyr und Simon Schürch wurden zum Team des Jahres gewählt. Die Siegerliste der Credit Suisse Sports Awards 2016

Sportler des Jahres: Fabian Cancellara, Rad Strasse
Seiner unvergleichlichen Karriere setzte Fabian Cancellara in Rio de Janeiro die Krone auf. Im olympischen Zeitfahren, dem letzten grossen Ziel in seiner Karriere, gewann der 35-jährige Berner zum zweiten Mal nach 2008 die Goldmedaille. Für den Ausnahme-Athleten war es der perfekte Abgangvon der grossen Bühne. An der Flandern-Rundfahrt verpasste er seinen vierten Sieg als Zweiter nur ganz knapp, als er sich nur dem Weltmeister Peter Sagan geschlagen geben musste. Zudem gewann Cancellara in seiner letzten Saison je ein Zeitfahren beim Tirreno-Adriatico und der Tour de Suisse.

Sportlerin des Jahres - Lara Gut, Ski alpin
21 Jahre nach Vreni Schneider stand am Ende des letzten Weltcup-Winters mit Lara Gut wieder eine Schweizerin mit der grossen Kristallkugel zuoberst auf dem Podest. Dank sechs Saisonsiegen und insgesamt 13 Podestplätzen gewann die Tessinerin im Alter von knapp 25 Jahren zum ersten Mal den Gesamt-weltcup. Obendrauf gab es für Gut die kleine Kristallkugel für den Sieg im Super-G-Weltcup. Und auch der Start in den WM-Winter 2016/2017 ist der Dominatorin der letzten Saison gelungen. In Sölden gewann sie den Riesenslalom zum Saisonauftakt überlegen.

Newcomer des Jahres: Armon Orlik, Schwingen
Ende August schwang sich Armon Orlik endgültig in die Herzen der Schwingfans. Im Alter von erst 21 Jahren stiess er am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac bis in den Schlussgang vor. Erst in der finalen Ausmarchung wurde der 1,90 m grosse und über 100 kg schwere Bündner von Matthias Glarner gestoppt. Orlik, Mitglied des Schwingklubs Unterlandquart, hatte sein grosses Potenzial aber bereits vor dem Saisonhöhepunkt angedeutet. Sechs Kranzfeste gewann der technisch vielseitige Schwinger in diesem Jahr, unter anderem das Nordostschweizerische Teilverbandsfest in Wattwil sowie die Bergfeste auf der Schwägalp und dem Weissenstein. Die Siege hievten ihn für Estavayer in den Kreis der Favoriten. Armon Orlik, der diesen Herbst ein Bauingenieur-Studium begonnen hat, gewann zudem die Jahreswertung und wurde als Schwinger des Jahres mit dem «Goldenen Kranz» ausgezeichnet.

Team des Jahres: Leichtgewichts-Vierer, Rudern
Es war eine Goldmedaille mit Ansage. Mario Gyr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Lucas Tramèr arbeiteten vier Jahre akribisch auf die Olympischen Spiele in Rio hin. Vier Jahre nach ihrem 5. Rang von London war das Quartett für den Karriere-Höhepunkt bereit. Als aktuelle Welt- und zweifache Europameister angetreten, wurde das Schweizer Flaggschiff seiner Favoritenrolle gerecht. Nach einem harzigen Vorlauf ruderte der Leichtgewichts-Vierer im Final in überlegener Manier zum Olympiasieg, dem ersten für die Schweizer Ruderer seit Xeno Müller und den Brüdern Gier vor 20 Jahren in Atlanta.

Behindertensportler des Jahres: Marcel Hug, Leichtathletik
Marcel Hug gilt seit Jahren als einer der besten Rollstuhl-Leichtathleten der Welt. Nur etwas hatte dem in der Zentralschweiz lebenden Thurgauer bisher in seinem reich befrachteten Palmarès gefehlt: eine Paralympics-Goldmedaille. In Rio holte er dies nach – und siegte gleich doppelt (über 800 m und im Marathon). Mit Silber über 1500 und 5000 m gewann der 30-Jährige zwei weitere Medaillen. Dass er 2016 der stärkste Langstrecken-Athlet war, bewies er mit Siegen in den Städte-Marathons von Boston, London, Berlin, Chicago und New York sowie dem Triumph in der Gesamtwertung der World Marathon Majors.

Trainer des Jahres: Zoltan Jordanov, Turnen
Die Erfolgsgeschichte von Giulia Steingruber ist eng verknüpft mit Zoltan Jordanov. Nachdem der ungarisch-englische Doppelbürger 2007 vom Turnverband als Trainer verpflichtet worden war, führte er zuerst Ariella Kaeslin und dann Giulia Steingruber an die Weltspitze. Nach dem Höhepunkt, dem Gewinn der ersten Olympia-Medaille durch eine Schweizer Kunstturnerin (Steingrubers Bronze in Rio), zieht sich Jordanov nun altershalber zurück. Die Ausbeute seiner beiden Spitzenathletinnen lässt sich sehen: Kaeslin gewann EM-Gold und WM-Silber am Sprung, Steingruber neben Olympia-Bronze unter anderem fünf EM-Titel.

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