Vernetzt: Amazon Echo und Co. erobern das Wohnzimmer

Sprachsteuerungen auf dem Vormarsch

Amazon Echo

Bis jetzt verstanden sie immer mal wieder etwas falsch oder gar nicht. Nur schon den richtigen Kontakt aus der Kontaktliste auszuwählen, war oft eher nervenaufreibend. Mittlerweile lernen die Sprachassistenten aber auch besser Deutsch - und werden so auch in den deutschsprachigen Ländern beliebter.

Vor allem Amazon Echo macht momentan Schlagzeilen. Zwar ist es bisher in der Schweiz nur auf Empfehlung zu erhalten, trotzdem vergeht kaum ein Tag, ohne neue Meldung über das Mikrofon im Wohnzimmer, welche Musik und Licht steuern kann und auch simple Fragen aus dem Alltag beantworten kann. "Wie wird das Wetter?" oder "Wann geht der Zug nach Zürich?". Es kann aber auch vorkommen, dass die Tochter eigenmächtig ein Puppenhaus bei Amazon bestellt und der Fernsehmoderator, welcher diese Geschichte erzählt, gleich eine Massenbestellung. Fragen tauchen aber auch auf, weil man ein Mikrofon im Wohnzimmer hat, welches ständig mithört. Zur Auswertung gehen diese Daten zu Amazon und werden dauerhaft in der Amazon Cloud gespeichert. Es ist zwar möglich, diese Sprachdateien zu löschen. Dies allerdings verschlechtert die Stimmerkennung. Ob und allenfalls wie solche Daten von Behörden genutzt werden können, darüber ist nach einem Mordfall eine breite Debatte entstanden.

Sprachsteuerung nimmt allgemein zu

Studien gehen mittlerweile davon aus, dass wir in fünf Jahren rund 50% aller Eingaben an digitale Geräte über die Sprachsteuerung machen. Angesichts von Grossraumbüros und der Trägheit der Benutzer, ihre Geräte auf die liebgewonnene Weise zu steuern, darf man hier zwar sicher einige kritische Fragen stellen. Aber im privaten Umfeld - mit Smartphones und Haussteuerungen, scheint uns dieser Ausblick durchaus realistisch. Falls die Geräte jemals noch schweizerdeutsch verstehen sollten, sowieso.
 

Audiofiles

  1. Sprachsteuerung zu Hause - Amazon Echo & Co.. Audio: Boris Macek

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