Das Velolüüti braucht es nicht mehr

Die gesetzliche Pflicht gibt es nicht mehr, aber man darf trotzdem noch

Fahrradklingel (Symbolbild)

Jahrelang ist Eltern und Kindern eingebläut worden, dass ein strassentüchtiges Fahrrad eine Veloglocke braucht. Der Schulpolizist verwies darauf, auf den Strassen wurden Bussen verteilt, wenn sie fehlte. Und nun hat sie ausgedient.

Seit Mitte Januar ist sie nicht mehr Pflicht. Der Bundesrat hat die Bestimmung aus der entsprechenden Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge sang- und klanglos gestrichen. Der Artikel 218 der Verordnung besagte, dass Fahrräder mit einem Leergewicht von über 11 kg eine "gut hörbare Glocke aufweisen" müssen. Dies sei vor Jahrzehnten so definiert worden. Diese Gewichtsgrenze wurde festgelegt, um Rennvelofahrer vor mehr Gewicht zu verschonen, wie ein Sprecher des Bundesamtes für Strassen erklärte. Mit der Verbesserung des Materials wögen heute die meisten Velos weniger als 11 Kilos. Die Glockenpflicht entspreche daher nicht mehr den heutigen Gegebenheiten.

Pro Velo empfiehlt die Klingel trotzdem

Das Bundesamt für Strassen betont zugleich, dass die Aufhebung der Pflicht keinem Verbot entspreche. Selbstverständlich dürften Fahrräder noch mit Veloglocken ausgestattet werden. Damit können sich Kinder weiterhin über ihre farbigen Klingeln und Tröten freuen. Und Pro Velo Schweiz empfiehlt, sie aus Sicherheitsgründen nach wie vor zu montieren und zu nutzen.

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