Tausende Haushaltshilfen finanziell ausgenutzt

Es fehlt ein verbindliches Arbeitsgesetz

Es gibt noch keine verbindlichen Regeln für die 24-Stunden-Pflege zu Hause.

In der Schweiz erhalten zehntausende ausländische Haushaltshelferinnen zu wenig Lohn. Davon gehe das Staatssekretariates für Wirtschaft aus, meldete der SonntagsBlick. Das Problem sei, dass Pflegehilfe in Privathaushalten nicht dem Arbeitsgesetz unterstellt sei, so kontrolliere z.B. niemand die Löhne. Arbeitgeber könnten also eigene Bedingungen aushandeln.

Jedes Jahr würden bis zu 3500 Frauen aus Osteuropa in die Schweiz kommen und hier in Privathaushalten arbeiten. Zum Beispiel um ältere oder kranke Menschen rund um die Uhr zu pflegen oder um sonst im Haushalt auszuhelfen. Vermittler würden von Arbeitgebern für eine 24-Stunden-Betreuung zwischen 4500 und 13500 Franken pro Monat verdienen, die angestellten Haushaltshelferinnen dagegen zum Teil nicht einmal 1000 Franken pro Monat. Dem Bund seien solche Fälle bekannt. 

Bund schiebt verbindliche Regeln hinaus
Im Parlament habe es deswegen schon Vorstösse gegeben. "Diese Frauen werden als billige Arbeitskräfte missbraucht", sagte CVP Nationalrätin Barbara Schmid, welche den Vorstoss eingereicht hatte. "Es braucht minimalste gesetzliche Regelungen." Die Bundesverwaltung habe zwar einen Bericht erstellt, um die Situation zu entschärfen. Umgesetzt worden sei aber noch nichts. 

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