51 Prozent sagen JA zur Reform in der Türkei

Opposition will Ergebnis anfechten

Der türkische Präsident Erdogan.

Bei der türkischen Abstimmung über das umstrittene Präsidialsystem hat das Ja-Lager knapp gewonnen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Wahlkommission stimmten rund 51 Prozent der Wähler für die entsprechende Verfassungsreform. Knapp 49 Prozent votierten dagegen.

Präsident Retschep Taip Erdogan liess sich feiern und erklärte, als erstes werde er die Todesstrafe wiedereinführen.

Grosse Demonstrationen in mehreren Städten

In Istanbul, Ankara und Izmir, den drei grössten Städten des Landes überwogen die Nein-Stimmen. Die EU-Kommission reagierte zurückhaltend auf den Ausgang des Referendums. Man warte noch auf den Bericht der internationalen Wahlbeobachter, hiess es.

Nach dem knappen Sieg von Präsident Recep Tayyip Erdogan beim türkischen Verfassungsreferendum haben die Gegner heftig demonstriert. Tausende gingen in Istanbul und Izmir auf die Strasse. Sie kritisieren das Resultat und auch dessen Zustandekommen.

Grosse Mehrheit der Auslandtürken für mehr Macht für Erdogan

In Deutschland hat Erdogans Präsidialsystem viel mehr Zustimmung erfahren als in der Türkei selber. In Deutschland stimmten 63 Prozent für die Reform. In Österreich lag die Zustimmig mit über 73 Prozent noch höher. Die Schweiz ist die einzige Ausnahme. Dort konnte das Ja-Lager nur 38 Prozent verzeichnet.

Audiofiles

  1. Erdogan gewinnt Abstimmung über Reform nur knapp.. Audio: Carmen Zettel

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