6 Jahre Krieg in Syrien

Die Caritas zieht Bilanz und stellt Forderungen an den Bund

Ein Blick über die Dächer von Jaramana, einem Vorort von Damaskus. Vertriebene aus ganz Syrien suchen hier Schutz. Opfer der Syrienkrise: viele haben Verwandte und Bekannte im Krieg verloren Das 12-jährige Mädchen lebt in der Syrischen Stadt Homs, ehemalige Hochburg der syrischen Rebellen

Sechs Jahre dauert der Krieg in Syrien bereits. Die traurige Bilanz bisher: Elf Millionen Flüchtlinge, hunderttausende Tote und ein zerstörtes Land. 

Seit sechs Jahren tobt die Gewalt in Syrien. Aus anfänglichen Demonstrationen ist inzwischen ein Bürgerkrieg geworden mit unzähligen Milizen und Fronten. International heftig kritisiert wird auch Syriens Präsident Baschar al-Assad. Die syrische Regierung soll bereits mehrere Male Giftgas eingesetzt und so viele Menschen getötet haben. Der Krieg um Syrien geht nun bereits ins siebte Jahr und ein Ende ist momentan nicht in Sicht. Laut der Caritas haben Hunderttausende ihr Leben verloren, elf Millionen Menschen sind auf der Flucht. Das Schweizer Hilfswerk Caritas zieht nun eine erste Zwischen-Bilanz. Assads Regime ist stabiler denn je, und alle Vermittlungsversuche der UNO sind gescheitert. 

Humanitäre Hilfe vor Ort soll noch weiter ausgebaut werden

Die Schweiz setzt sich schon länger intensiv für die humanitäre Hilfe vor Ort ein und leistete im internationalen Vergleich bereits Beachtliches. Laut der Caritas ist es nun aber wieder Zeit für eine Neubeurteilung der Lage. Die Schweiz müsse ihr humanitäres Engagement deutlich erhöhen und soll ihre humanitäre Hilfe von bisher vierzig auf hundert Millionen Franken jährlich aufstocken. Laut der Caritas sollen die zusätzlichen Mittel hauptsächlich für Schulungs- und Ausbildungsprogramme von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden.

Caritas verlangt auch nach einer Änderung der Flüchtlingspolitik

Aber auch im Umgang mit den Flüchtlingen aus Syrien soll der Bund einen Schritt vorwärts machen. Integrationsmassnahmen sollen weiter ausgebaut werden, fordert die Caritas. Denn es sei im Interesse der Schweiz, dafür zu sorgen, dass die Syrienflüchtlinge sich rasch in unserem Land zurechtfinden und dass sie ihre Existenz selbständig sichern können.

Audiofiles

  1. Caritas fordert mehr Schweizer Hilfe im Syrienkrieg.. Audio: Roman Gibel

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