Schlusspfiff nach 20 Jahren

Der Zuger Eishockey-Schiedsrichter Danny Kurmann hört auf

Profi-Eishockey-Schiedsrichter Danny Kurmann mit RadioPilatus-Reporter Fabian Kreienbühl

Beim WM-Testspiel der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft gegen Russland gibt Danny Kurmann heute seinen Abschied. Der 51-jährige Zuger hat als Head-Schiedsrichter mehr als 2000 Spiele der NLA und NLB geleitet.

Danny Kurmann hat nicht nur das Schweizer Eishockey in den letzten 20 Jahren mitgeprägt. Zwischen 1999 und 2009 leitet er mehrere Spiele der Eishockey- Weltmeisterschaften und nahm dreimal an Olympischen Spielen teil. Die über 2000 Spiele in der NLA und NLB sowie die sieben Turniere des Spengler Cups runden seinen einzigartigen Lebenslauf ab.

Der Anfang einer langen Karriere

Angefangen hat die Karriere von Danny Kurmann bei den Junioren des SC Luzern. Nach einem Armbruch fiel Kurmann während mehreren Wochen aus und schaffte den Sprung nicht mehr zurück in die Mannschaft. Sein Trainer machte ihm damals den Vorschlag, Schiedsrichter zu werden. Obwohl er lieber Tore schiessen wollte, kam er so zu seinen ersten Einsätzen als Schiedsrichter. Danny Kurmann fühlte sich in der Rolle des Unparteiischen immer wohler und suchte das Gespräch mit dem Eishockeyverband. Er wollte Profi-Schiedsrichter werden - etwas, dass es bis dahin nicht gab. Er erreichte sein Ziel und wurde der erste Schweizer, der hauptberuflich als Eishockeyschiedsrichter arbeiten konnte. 

Seither sind 20 Jahre vergangen. Danny Kurmann pfeift heute sein letztes Spiel. Es habe gemischte Gefühle vor dem WM-Testspiel der Schweiz gegen Russland. Es werde wohl auch ein paar Tränen geben, sagte Danny Kurmann im Interview mit Radio Pilatus. Trotzdem sei die Vorfreude natürlich auch gross. Ganz vom Eishockey wird sich Kurmann nicht verabschieden. In Zukunft wird er als Schiedsrichterchef beim Internationalen Eishockeyverband tätig sein.

Audiofiles

  1. Nach 20 Jahren als Schiedsrichter gibt Danny Kurmann seinen Abschied.. Audio: Caspar van de Ven

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