Fall Ignaz Walker wieder vor Urner Obergericht

Bundesgericht mit Urteilsbegründung unzufrieden

Das Urner Obergericht in Altdorf

Das Urner Obergericht muss sich bereits zum dritten Mal mit dem Fall Ignaz Walker befassen. Das hat das Bundesgericht entschieden. Auch das letzte Urteil des Urner Obergerichts sei nicht in allen Punkten nachvollziehbar und teilweise sogar falsch begründet.

Der Fall des ehemaligen Erstfelder Barbetreibers Ignaz Walker ist unglaublich. Seit fünf Jahren geht der Fall von Gericht zu Gericht. Nun hat das Bundesgericht die nächste Gerichtsverhandlung angeordnet.

Urner Gerichte mit Kehrtwende

Zuerst sprachen die Urner Gerichte Ignaz Walker schuldig, einen Auftragskiller auf seine Frau angesetzt zu haben. Nachdem das Bundesgericht eingriff, sprach das Urner Obergericht vor einem Jahr Ignaz Walker von diesem Vorwurf frei, da es keine klaren Beweise gebe für die Tat. Aber auch dieses Urteil halte vor Bundesrecht nicht stand, findet nun das Bundesgericht.

Urteil ungenügend

Die Begründung des Urner Obergericht beim letzten Urteil sei "ungenügend" und zum Teil sogar "offensichtlich unhaltbar", schreibt das Bundesgericht. Das Urner Obergericht muss deshalb den Fall neu beurteilen. Wann das der Fall sein wird, ist noch unklar.

Der Fall Ignaz Walker

Im November 2010 schoss ein Auftragskiller auf die Ex-Frau von Ignaz Walker. Sie wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der Auftragskiller wurde für diese Tat rechtskräftig verurteilt zu einer Gefängnisstrafe von achteinhalb Jahren.

Ignaz Walker wurde wegen eines anderen Delikts zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er soll im Januar 2010 vor seinem Lokal auf einen Mann geschossen haben, ohne diesen zu treffen. Das Bundesgericht ist in diesem Fall mit dem Urner Obergericht einig, dass Ignaz Walker der Täter war.

 

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