Luzerner Polizei hat schwules Pärchen schikaniert

Mann musste sich laut Bundesgericht unnötig nackt ausziehen

Die Luzerner Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Ein schwules Pärchen ist bei einer Kontrolle vor rund drei Jahren in Luzern von Polizisten unfair behandelt worden. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der beiden Männer teilweise gutgeheissen.

Das Bundesgericht ist zum Schluss gekommen, dass es unnötig war, dass sich einer der beiden Männer nackt ausziehen musste. Ausserdem sei es widerrechtlich gewesen, dass der Mann dabei mit "Du" angesprochen wurde.

Der Schweizer und sein thailändischer Partner waren in der Luzerner Altstadt von zivilen Polizisten gestoppt worden. Sie seien zuvor in zwei Warenhäusern durch ihr Verhalten aufgefallen, weshalb die Polizisten überprüfen wollten, ob die beiden etwas gestohlen haben. Da sich das Paar bei der Kontrolle wehrte, nahmen die Beamten sie mit auf den Polizeiposten.

Kantonsgericht muss über Entschädigung entscheiden

Das homosexuelle Paar hatte sich vor dem Luzerner Kantonsgericht über das Verhalten der Polizisten beschwert und war zunächst abgeblitzt. Aufgrund des Bundesgerichtsentscheids muss das Kantonsgericht jetzt aber über eine Entschädigung entscheiden.

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