Vernetzt: Mit Ultraschall ausspioniert

Hunderte Android Apps nutzen die Technik

Datenschutz und Privatsphäre sind für viel zu viele Apps Fremdwörter

Hunderte Android-Apps horchen laut einer Studie ihre Nutzer mittels Ultraschall-Signalen aus. Sicherheitsexperten der Technischen Universität Braunschweig haben rund 1.3 Millionen Apps untersucht. Darunter fanden sie 234 Apps, welche auch im Hintergrund auf Ultraschall-Signale hören. Verbreitet ist diese Art der Spyware offenbar vor allem in Südostasien. 

Beim Ultraschall-Tracking strahlt man Signale im Frequenzbereich zwischen 18 und 20 kHz aus, welcher für das menschliche Gehör nicht hörbar ist. Entsprechend ausgestatteten Smartphone-Apps ist es allerdings möglich, diese Signale zu empfangen. Diese Daten können zu Werbezwecken verwendet werden. So kann eine Restaurant-Kette Smartphones in der Umgebung anfunken und somit erkennen, ob sich ein Anwender gerade in der Nähe einer Filiale befindet. Im asiatischen Raum würden laut der Studie auch bekannte Konzerne wie McDonald‘s oder Krispy Kreme in ihren Apps die Lausch-Software verwenden. Aber auch in vier von 35 untersuchten Geschäften aus zwei europäischen Städten habe man die zu den Anwendungen passenden Ultraschallsender gefunden. Welche weiteren Apps – neben denen von McDonald‘s und Krispy Kreme – betroffen sind, nennen die Wissenschaftler nicht in ihrer Studie

Audiofiles

  1. Vernetzt: Apps, die uns ausspionieren. Audio: Thomas Zesiger

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