Markus Babbel: "Ich habe bewusst gereizt!"

FCL-Trainer Markus Babbel und FCL-Präsident Philipp Studhalter nahmen Stellung zur Kritik

Nach dem Spiel gegen Thun am vergangenen Samstag hat FCL-Trainer Markus Babbel sein Team und die Vereinsführung öffentlich kritisiert. Das löste ein mediales Gewitter aus. FCL-Präsident Philipp Studhalter und Trainer Markus Babbel stellten sich deshalb heute Donnersttagnachmittag den Fragen der Medien.

Markus Babbel nahm gleich zu Beginn der Gesprächsrunde viel Wind aus den Segeln. Er sagte, dass er seine Kritik gut überlegt und gezielt angebracht habe. "Man denkt sich ja etwas dabei, wenn man sowas sagt. Ich wollte die Mannschaft ganz bewusst verärgern und reizen." Seiner Meinung nach habe die Kritik einen positiven Effekt ausgelöst. Als er kam sei ein Brennen zu spüren, aus der aktuellen Situation herauszukommen. Er habe ein Feuer entwickeln können. Dieses Feuer sei aber im Moment nicht mehr spürbar. Babbel führte weiter aus, dass er das Team ja wieder in die Spur bringen müsse. "Es war auch für mich ungewöhnlich - aber ich habe mich ganz bewusst für diesen Weg entschieden", so Markus Babbel. 

Studhalter war informiert über Babbels Plan

FCL-Präsident Philipp Studhalter stellte sich klar hinter seinen Trainer: "Wir waren informiert und wir konnten die Aussagen von Markus Babbel nachvollziehen." Man habe nach den schlechten Spielen der ersten Mannschaft auch mit Unruhen gerechnet. Markus Babbel gab zu bedenken, dass der FCL vor einigen Wochen noch als Vorzeigeverein gerühmt worden war. Nun sei plötzlich alles "Scheisse". Es laufe jedoch gut in der Führung. "Wir müssen uns nicht in den Armen liegen, aber wir kommunizieren zusammen und stehen dann gemeinsam hinter den Entscheidungen".

 

Die ganze Medienkonferenz des FC Luzern gibt es im Video.

Audiofiles

  1. FCL-Präsident Philipp Studhalter war über Babbel-Wutrede informiert. Audio: Sämi Deubelbeiss

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