UNICEF: Flüchtlingskinder brauchen besseren Schutz

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind alleine auf der Flucht

Viele Kinder kommen bei Minusgraden sehr spärlich bekleidet an und sind dankbar für die warmen Kleider aus der Schweiz.

Immer mehr Kinder flüchten alleine und mit Hilfe von Schleppern nach Europa. Das zeigt ein Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. Vergangenes Jahr waren über 90 Prozent aller Kinder, die über das Mittelmeer nach Italien reisten, ohne ihre Familien unterwegs. 

Wie das Kinderhilfswerk mitteilt, waren es damit 15 Prozent mehr Kinder, die alleine unterwegs waren, als noch im Vorjahr. Es sei deshalb wichtig, dass die Kinder besser geschützt werden, fordert UNICEF. Häufig werden die Kinder von den Schleppern sexuell ausgebeutet oder müssen ihre Schulden abarbeiten. Viele der alleine reisenden Kinder und Jugendlichen kommen derzeit aus Eritrea, Gambia, Nigeria, Ägypten und Guinea.

G7-Staaten sollen Aktionsplan annehmen

Die häufig skrupellosen Schlepper und Menschenhändler würden den Kindern über die Grenzen helfen, nur um sie dann wie Sklaven zu verkaufen oder zur Prostitution zu zwingen. Von dem G-7-Gipfel am 26. und 27. Mai in Italien fordert das UNO-Kinderhilfswerk, einen Aktionsplan zum Schutz von Flüchtlings- und Migrantenkindern anzunehmen und damit deren Wohlbefinden sicherzustellen.

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