Widerstand gegen Museums-Schliessungen

"Wir sind geschockt und rufen zum Protest auf"

Das Natur Museum in der Stadt Luzern. Das Historische Museum in der Stadt Luzern.

Werden das Historische Museum und Natur-Museum in Luzern auf Anfang 2018 geschlossen? Gegen diese möglichen Schliessungen kämpfen zwei Freundesvereine der Museen.

Die finanzielle Lage des Kantons Luzern ist angespannt. Die Kantonsregierung hat vor rund einem Monat 119 Massnahmen (Radio Pilatus berichtete) präsentiert, wie ab Anfang 2018 jährlich rund 40 Millionen Franken eingespart werden sollen. Betroffen von diesen Sparmassnahmen des Kantons wären auch das Historische Museum sowie das Natur-Museum Luzern. Würde man die beiden Häuser schliessen, würde der Kanton Luzern jährlich rund 1,6 Millionen Franken sparen.

Breiter Widerstand gegen die möglichen Schliessungen

"Wir sind geschockt und rufen zum Protest auf", schreiben nun die beiden Vereine Freunde Historisches Museum Luzern und Freunde des Natur-Museums Luzern in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Mit der Schliessung der beiden Museen würde ein nicht wieder gut zu machender Schaden für den Kanton Luzern entstehen, schreiben die Vereinspräsidenten weiter. Die breite Bevölkerung würde auf einen Schlag ein Stück Identität und Zukunft verlieren. Die beiden Institutionen, die mit grossem Engagement und Fachkompetenz den gesetzlich verankerten Auftrag verfolgen, die historischen und naturgeschichtlichen Zeugnisse des Kantons für die Bevölkerung zu sammeln, zu erforschen und zu vermitteln, würden zerstört. Jahrhundertealtes kulturelles Erbe zu Natur und Geschichte würde leichtfertig mit Füssen getreten. Jahrzehntelange, staatstragende Arbeit an der Identität des Kantons Luzern würde kurzerhand zur Makulatur erklärt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Dagegen treten die beiden Freundesvereine ab sofort öffentlich an. Zusammen mit einem breit aufgestellten Unterstützungskomitee rufen sie dazu auf, die Stimme zu erheben und mittels Unterschrift den Erhalt der beiden Museen aktiv zu unterstützen. 

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